Viele Menschen suchen bei chronischen Beschwerden nach Möglichkeiten, ihre Gesundheit selbst zu unterstützen. Das ist sinnvoll, solange klar bleibt, was Lebensstil und Nahrungsergänzung leisten können und wo eine ärztliche Diagnose und Behandlung nötig sind. Dieser Überblick ordnet häufige Krankheitsbilder nach Organen und Lebensphasen ein.
Eine frühere Fassung dieses Beitrags enthielt Einnahmeempfehlungen für Nahrungsergänzungsmittel bei Krankheiten bis hin zu Krebs, Diabetes und Depressionen. Diese Empfehlungen haben wir gestrichen: Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel, keine Arzneimittel. Sie dürfen nicht mit der Heilung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten beworben werden, und für die meisten Produkte fehlen Belege, dass sie Krankheiten beeinflussen.
Die folgenden Abschnitte erklären kurz, worum es bei der jeweiligen Erkrankung geht, welche Rolle die ärztliche Behandlung spielt und was Sie im Alltag selbst beitragen können. Die Hinweise ersetzen keine ärztliche Beratung. Hohe Dosierungen von Vitaminen und Mineralstoffen über den Referenzwerten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) können schaden.
Wichtig: Setzen Sie verordnete Medikamente nie eigenmächtig ab oder verringern die Dosis. Wenn Sie Nahrungsergänzungsmittel einnehmen möchten, besprechen Sie das vorher mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke, denn auch frei verkäufliche Präparate können mit Medikamenten wechselwirken.
So ist dieser Überblick aufgebaut:
- Kurze Erläuterung des Organs oder Themas
- Typische Erkrankungen
- Was wirklich hilft: ärztliche Behandlung, Alltag und Einordnung von Nahrungsergänzung
Erkrankungen des Gehirns

Das Gehirn braucht für seine Arbeit Sauerstoff, Energie und viele Nährstoffe, darunter Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und Fettsäuren. Eine abwechslungsreiche Ernährung deckt diesen Bedarf bei den meisten Menschen.
Typische Erkrankungen
Epilepsien, Alzheimer-Krankheit und andere Demenzformen, Parkinson, Multiple Sklerose
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Diese Erkrankungen gehören in neurologische Behandlung. Anfälle, plötzliche Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen sind ein Notfall (Notruf 112). |
| Selbst tun | Bewegung, geistige und soziale Aktivität, Nichtrauchen und ein gut eingestellter Blutdruck senken das Risiko für Gefäßschäden im Gehirn. |
| Nahrungsergänzung | Produkte wie Mind Master oder Omega-3-Kapseln können eine Behandlung nicht ersetzen. Eine Wirkung gegen Demenz, Parkinson, MS oder Epilepsie ist nicht belegt. |
Erkrankungen der Lunge

Die Lunge versorgt den Körper mit Sauerstoff und gibt Kohlendioxid ab. Weil sie direkt mit der Außenluft in Kontakt steht, ist sie ständig Keimen und Schadstoffen ausgesetzt.
Typische Erkrankungen
Bronchitis, Asthma, COPD, Lungenemphysem, Mukoviszidose, Folgen des Rauchens
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Asthma und COPD werden mit Inhalationsmedikamenten nach Plan behandelt. Atemnot, Fieber mit Husten oder Bluthusten ärztlich abklären lassen. |
| Selbst tun | Rauchstopp ist die wirksamste Einzelmaßnahme. Dazu kommen Bewegung, Atemtraining und die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Impfungen. |
| Nahrungsergänzung | Aloe-Vera-Getränke, Colostrum oder Reishi sind keine Therapie für Lungenerkrankungen. |
Erkrankungen des Darms

Der Darm nimmt Nährstoffe auf und scheidet Stoffwechselprodukte aus. Die Darmflora, also die Gemeinschaft der Darmbakterien, ist dabei ein wichtiger Partner.
Typische Erkrankungen
Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Divertikel, Reizdarm, Unverträglichkeiten (Laktose, Fruktose) und Zöliakie
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen brauchen fachärztliche Behandlung. Blut im Stuhl, anhaltender Durchfall oder ungewollter Gewichtsverlust gehören abgeklärt. Zöliakie wird vor einer glutenfreien Ernährung diagnostiziert. |
| Selbst tun | Ballaststoffreiche Kost, ausreichend trinken und Bewegung fördern eine normale Verdauung. Bei Unverträglichkeiten hilft eine Ernährungsberatung. |
| Nahrungsergänzung | Probiotika wie in Probiotic 12 können bei einzelnen Beschwerden einen Versuch wert sein. Eine Behandlung von Morbus Crohn oder Colitis ersetzen sie nicht. |

Erkrankungen des Magens

Der saure Magensaft spaltet Eiweiße und tötet viele Keime ab. Stress kann Magenbeschwerden verstärken, ist aber selten ihre alleinige Ursache.
Typische Erkrankungen
Magenschleimhautentzündung, Sodbrennen, Speiseröhrenentzündung, Infektion mit Helicobacter pylori, Magengeschwür
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Eine Helicobacter-Infektion wird mit Antibiotika behandelt, ein Geschwür mit Säureblockern. Schwarzer Stuhl, Bluterbrechen oder Schluckbeschwerden sofort abklären lassen. |
| Selbst tun | Kleinere Mahlzeiten, wenig Alkohol, Nichtrauchen und nicht zu spät am Abend essen entlasten den Magen. |
| Nahrungsergänzung | Basenpräparate können die Magensäure verändern und sind keine Behandlung von Gastritis oder Geschwüren. |
Erkrankungen der Leber

Die Leber baut aus Nährstoffen lebenswichtige Substanzen auf und ist das zentrale Organ, das Alkohol, Medikamente und Stoffwechselprodukte abbaut. Sie braucht dafür keine Entgiftungskur.
Typische Erkrankungen
Leberschäden durch Alkohol oder Medikamente, Leberzirrhose, Hepatitis, Fettleber
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Leberwerte im Blut und Ultraschall klären die Ursache. Virushepatitis ist behandelbar, gegen Hepatitis A und B gibt es Impfungen. Gelbe Haut oder Augen sofort abklären lassen. |
| Selbst tun | Wenig oder kein Alkohol, Abbau von Übergewicht und Bewegung sind die wichtigsten Maßnahmen gegen eine Fettleber. |
| Nahrungsergänzung | Pflanzliche Präparate wie Cistus Incanus sind keine Leberbehandlung. Manche Pflanzenextrakte können die Leber sogar belasten, deshalb Präparate mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen. |
Erkrankungen der Niere

Die Nieren filtern das Blut und scheiden harnpflichtige Stoffe aus. Täglich fließen rund 1.700 Liter Blut durch beide Nieren.
Typische Erkrankungen
Eingeschränkte Nierenfunktion, Nierenbeckenentzündung, Zysten
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Bluthochdruck und Diabetes sind häufige Ursachen einer Nierenschwäche und müssen gut eingestellt sein. Fieber mit Flankenschmerzen ist ein Grund für einen schnellen Arztbesuch. |
| Selbst tun | Blutdruck und Blutzucker kontrollieren lassen, nicht rauchen, Schmerzmittel nur nach Absprache dauerhaft einnehmen. |
| Nahrungsergänzung | Bei eingeschränkter Nierenfunktion können Mineralstoffpräparate, vor allem mit Kalium, Magnesium oder Phosphat, gefährlich werden. Basenpräparate wie ProBalance nur nach ärztlicher Rücksprache. |
Erkrankungen der Haut

Die Haut ist mit fast zwei Quadratmetern Fläche eines der größten Organe des Körpers. Sie schützt vor Keimen, Austrocknung und UV-Strahlung.
Typische Erkrankungen
Ekzeme, Abszesse, Neurodermitis, Schuppenflechte (Psoriasis), Vitiligo, Sklerodermie, Lichen ruber, übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose)
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Die meisten dieser Erkrankungen behandelt die Hautarztpraxis, bei Neurodermitis und Schuppenflechte gibt es heute wirksame Cremes, Licht- und Systemtherapien. |
| Selbst tun | Rückfettende Pflege, Sonnenschutz, Auslöser meiden und nicht rauchen. |
| Nahrungsergänzung | Aloe-Vera-Getränke, Probiotika oder Omega-3-Kapseln ersetzen keine dermatologische Behandlung. |
Erkrankungen des Bewegungsapparates

Erkrankungen von Gelenken, Knochen und Wirbelsäule kommen in allen Altersgruppen vor. Verschleiß, Verletzungen, Entzündungen und Bewegungsmangel spielen dabei eine Rolle.
Typische Erkrankungen
Knorpelschäden, Arthrose, Arthritis, Wirbelsäulenveränderungen, Osteoporose, Bandscheibenvorfall, Rheuma, Sehnen- und Bänderentzündungen, Fibromyalgie
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Entzündliches Rheuma muss früh fachärztlich behandelt werden. Bei Osteoporose prüft die Ärztin oder der Arzt Medikamente sowie Calcium und Vitamin D. |
| Selbst tun | Regelmäßige Bewegung, Kraft- und Gleichgewichtstraining sowie ein gesundes Körpergewicht entlasten die Gelenke. |
| Nahrungsergänzung | Für Aloe-Vera-, Colostrum- oder Omega-3-Präparate ist ein Nutzen bei Arthrose nicht ausreichend belegt. |
Erkrankungen des Herzens

In 80 Jahren schlägt das Herz über zwei Milliarden Mal und pumpt dabei weit über 150 Millionen Liter Blut durch den Körper, ohne Pause, rund um die Uhr.
Typische Erkrankungen
Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Angina pectoris, Herzinfarkt, Zustand nach Bypass oder Stent
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Herzerkrankungen gehören in kardiologische Behandlung. Brustschmerz, Atemnot oder plötzliche Schwäche sind ein Notfall (Notruf 112). |
| Selbst tun | Nichtrauchen, Bewegung, Blutdruck, Blutfette und Blutzucker im Zielbereich sowie eine überwiegend pflanzliche Ernährung. |
| Nahrungsergänzung | Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine Herzmedikamente. Einige Präparate beeinflussen die Blutgerinnung, deshalb immer mit der Ärztin oder dem Arzt abstimmen. |
Erkrankungen der Schilddrüse

Die Schilddrüse beeinflusst mit ihren Hormonen fast alle Stoffwechselvorgänge im Körper. Schilddrüsenhormone gehören in Deutschland zu den häufig verordneten Medikamenten.
Typische Erkrankungen
Unter- oder Überfunktion, Knoten, Zysten, Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus Basedow
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Blutwerte und Ultraschall klären die Ursache. Eine Unterfunktion wird mit Schilddrüsenhormon behandelt, eine Überfunktion je nach Ursache mit Medikamenten, Operation oder Radiojod. |
| Selbst tun | Jodsalz verwenden. Die DGE nennt seit 2025 für Erwachsene einen Referenzwert von 150 Mikrogramm Jod am Tag. |
| Nahrungsergänzung | Jod- oder Selenpräparate bei Schilddrüsenerkrankungen nur nach ärztlicher Rücksprache, denn sie können die Erkrankung verschlechtern. |
Erkrankungen der Prostata

Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, liegt direkt unterhalb der Harnblase, ist etwa so groß wie eine Esskastanie und umschließt die Harnröhre.
Typische Erkrankungen
Mit dem Alter vergrößert sich die Prostata bei vielen Männern gutartig. Typisch sind häufiger Harndrang und ein schwacher Harnstrahl. Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland, eine gutartige Vergrößerung ist aber kein Krebs.
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Beschwerden beim Wasserlassen urologisch abklären lassen. Gesetzlich versicherte Männer haben ab 45 Jahren Anspruch auf eine jährliche Früherkennungsuntersuchung. |
| Selbst tun | Bewegung, gesundes Körpergewicht und abends weniger trinken können Beschwerden lindern. |
| Nahrungsergänzung | Zink in hoher Dosierung über lange Zeit kann die Kupferversorgung stören. Eine Wirkung von Aloe-Vera-, Reishi- oder Colostrum-Präparaten gegen Prostataerkrankungen ist nicht belegt. |
Erkrankungen des Auges

Zum Sehorgan Auge gehören der Augapfel mit dem Sehnerv sowie Augenlider, Tränenapparat und Augenmuskeln.
Typische Erkrankungen
Bindehautentzündung, Grüner Star (Glaukom), Grauer Star (Katarakt), Netzhauterkrankungen wie die altersbedingte Makuladegeneration, Fehlsichtigkeit
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Das Glaukom verursacht lange keine Beschwerden, deshalb sind augenärztliche Kontrollen wichtig. Plötzlicher Sehverlust oder Lichtblitze sind ein Notfall. |
| Selbst tun | Nichtrauchen, Sonnenbrille mit UV-Schutz, Blutdruck und Blutzucker gut einstellen. |
| Nahrungsergänzung | Bei einer bestimmten Form der Makuladegeneration kann die Augenärztin oder der Augenarzt spezielle Nährstoffkombinationen empfehlen. Präparate wie Cistus Incanus behandeln keine Augenentzündung. |
Diabetes (Zuckerkrankheit)

Diabetes mellitus ist eine der häufigsten Stoffwechselerkrankungen. Bei Typ-1-Diabetes bildet der Körper kein Insulin mehr, Betroffene müssen lebenslang Insulin spritzen. Bei Typ-2-Diabetes wirkt das Insulin schlechter. Hier können Gewichtsabnahme, Bewegung und Ernährung viel bewirken, manchmal so viel, dass die Ärztin oder der Arzt Medikamente reduzieren kann. Diese Entscheidung trifft immer die Ärztin oder der Arzt, nie Sie allein.
Typische Erkrankungen
Diabetes Typ 1 und Typ 2
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Insulin und Tabletten nie eigenmächtig absetzen oder verringern: Das kann zu gefährlich hohen Blutzuckerwerten führen. Für Typ-2-Diabetes gibt es strukturierte Behandlungsprogramme der Krankenkassen. |
| Selbst tun | Abnehmen bei Übergewicht, tägliche Bewegung, ballaststoffreiche Kost und wenig Zucker. Schulungen helfen beim Umgang mit der Erkrankung. |
| Nahrungsergänzung | Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine Diabetes-Behandlung. Wer Insulin oder blutzuckersenkende Tabletten nimmt, sollte jedes Präparat vorher ärztlich besprechen. |
Depressionen

Depressionen sind ernsthafte Erkrankungen, die Psyche und Körper stark beeinträchtigen können: anhaltende Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Schlafstörungen, Erschöpfung. Sie sind gut behandelbar, mit Psychotherapie, Medikamenten oder beidem.
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Erste Anlaufstelle ist die Hausarztpraxis, Psychotherapie oder Psychiatrie. Antidepressiva wirken oft erst nach einigen Wochen. |
| Selbst tun | Bewegung, ein fester Tagesablauf und soziale Kontakte unterstützen die Behandlung. |
| Nahrungsergänzung | Präparate wie Mind Master Formula, Omega-3-Kapseln oder Probiotika sind keine Behandlung einer Depression. |
Antidepressiva nie eigenmächtig absetzen. Ein abruptes Absetzen kann Absetzbeschwerden und Rückfälle auslösen. Ob und wann eine Dosis verringert wird, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, und das Ausschleichen erfolgt unter ärztlicher Begleitung.
Bei Suizidgedanken: Notruf 112 oder die TelefonSeelsorge unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222, rund um die Uhr und kostenfrei.
Erkrankungen der Blutgefäße

Arterien transportieren sauerstoffreiches Blut vom Herzen in den Körper, Venen führen es zurück. Dazwischen liegen die feinen Kapillaren, über die Sauerstoff und Nährstoffe ins Gewebe gelangen. In den Arterien herrscht ein deutlich höherer Druck als in den Venen.
Typische Erkrankungen
Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall, Thrombose, Krampfadern, Hämorrhoiden, Gefäßentzündungen
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Bluthochdruck verursacht oft keine Beschwerden und wird mit Blutdruckmessung erkannt und meist mit Medikamenten behandelt. Ein geschwollenes, schmerzendes Bein kann eine Thrombose sein und gehört sofort abgeklärt. |
| Selbst tun | Weniger Salz, Bewegung, Nichtrauchen, wenig Alkohol und ein gesundes Gewicht senken den Blutdruck. |
| Nahrungsergänzung | Aloe Vera Intensive Sivera, Omega 3 oder Reishi ersetzen keine Blutdruckmedikamente. |
Erkrankungen der Lymphgefäße

Die Lymphgefäße verlaufen parallel zu den Venen und nehmen Gewebeflüssigkeit auf. Ist der Abfluss gestört, entsteht ein Lymphödem. Das Lipödem ist dagegen eine eigenständige, schmerzhafte Fettverteilungsstörung vor allem an Beinen und Armen bei Frauen. Mit dem Säure-Basen-Haushalt haben beide nichts zu tun.
Typische Erkrankungen
Lymphödem, Lipödem
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Lymphdrainage, Kompressionsversorgung und Bewegung sind die Basis. Beim Lipödem kommt in bestimmten Fällen eine Fettabsaugung infrage. |
| Selbst tun | Bewegung, Hautpflege und konsequentes Tragen der Kompression. |
| Nahrungsergänzung | Für Nahrungsergänzungsmittel ist kein Nutzen bei Lymph- oder Lipödem belegt. |
Stress

Dauerhafter negativer Stress belastet Körper und Psyche. Er kann zu Schlafstörungen, Erschöpfung, Verspannungen und Magenbeschwerden beitragen und im Extremfall in ein Burnout münden.
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Halten Erschöpfung oder Schlafstörungen über Wochen an, sollten Sie das ärztlich abklären lassen. Dahinter kann auch eine Depression oder eine körperliche Ursache stecken. |
| Selbst tun | Pausen, Bewegung, ausreichend Schlaf, Entspannungsverfahren und Kurse zur Stressbewältigung, die viele Krankenkassen bezuschussen. |
| Nahrungsergänzung | Präparate wie Vita Activ können Stressursachen nicht beseitigen. |
Allergien

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem überschießend auf eigentlich harmlose Stoffe wie Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, Nahrungsmittel oder Medikamente. Laktose- oder Fruktoseunverträglichkeit sind dagegen keine Allergien.
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Allergietests klären den Auslöser. Neben Antihistaminika, Kortisonsprays und Asthmasprays kann eine Hyposensibilisierung die Ursache angehen. Atemnot oder Schwellungen im Gesicht sind ein Notfall (Notruf 112). |
| Selbst tun | Auslöser meiden, bei schweren Allergien ein Notfallset dabeihaben. |
| Nahrungsergänzung | Probiotika oder Colostrum ersetzen keine Allergiebehandlung. |
Erkrankungen durch Viren

Viren sind häufige Erreger von Infekten der Atemwege, des Darms und der Haut. Viele Infekte verlaufen harmlos, manche Viren können aber Organe schwer schädigen.
Häufige Viren
- Rhinoviren (Erkältungen)
- Noroviren (Magen-Darm-Infekte)
- Hepatitisviren (Leberentzündung)
- HIV (Schwächung des Immunsystems)
- Epstein-Barr-Virus (Pfeiffersches Drüsenfieber)
- Herpesviren (Lippenherpes, Genitalherpes, Gürtelrose)
- Influenzaviren (Grippe)
- Mumps, Masern, Röteln, Windpocken
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Vorbeugen | Gegen Grippe, Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Hepatitis A und B, Gürtelrose und HPV gibt es Impfungen. Welche für Sie empfohlen sind, steht im Impfkalender der STIKO. |
| Ärztliche Behandlung | Gegen einige Viren gibt es wirksame Medikamente, etwa bei Herpes, Hepatitis C oder HIV. Antibiotika helfen gegen Viren nicht. |
| Nahrungsergänzung | Für Cistus Incanus oder Colostrum ist ein Schutz vor Virusinfekten nicht belegt. |

Erkrankungen durch Bakterien

Bakterien besiedeln Haut, Schleimhäute und vor allem den Darm. Die meisten sind harmlos oder nützlich, einige können aber gefährliche Infektionen auslösen.
Bekannte Krankheitserreger
- Streptokokken (Mandel- und Lungenentzündung)
- Staphylokokken (Haut- und Wundinfektionen, MRSA)
- Salmonellen (Darminfektion)
- Tuberkulosebakterien (Tuberkulose)
- Bestimmte E.-coli-Stämme (Darm- und Harnwegsinfekte)
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Bakterielle Infektionen werden bei Bedarf mit Antibiotika behandelt. Nehmen Sie diese so lange ein, wie verordnet. |
| Selbst tun | Händewaschen, Küchenhygiene und Impfungen, etwa gegen Pneumokokken für ältere Menschen. |
| Nahrungsergänzung | Pflanzenextrakte oder Probiotika ersetzen kein Antibiotikum, wenn eines nötig ist. |
Schwangerschaft

In der Schwangerschaft stellt sich der Stoffwechsel um. Die meisten Schwangerschaften verlaufen ohne Komplikationen, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind trotzdem wichtig.
Typische Erkrankungen
Schwangerschaftsübelkeit, Bluthochdruck, Schwangerschaftsdiabetes, depressive Verstimmungen, Wassereinlagerungen, Krampfadern, Hämorrhoiden, Präeklampsie
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Starke Kopfschmerzen, Sehstörungen, plötzliche Schwellungen oder Blutungen sofort abklären lassen. |
| Selbst tun | Bei Kinderwunsch und in der Frühschwangerschaft 400 Mikrogramm Folsäure am Tag, ab mindestens vier Wochen vor der Schwangerschaft bis zum Ende des ersten Drittels. |
| Nahrungsergänzung | Jod und weitere Präparate nur nach Rücksprache mit Ärztin, Arzt oder Hebamme. Aloe-Vera-Getränke wie Aloe Vera Honig sind keine Behandlung von Schwangerschaftsbeschwerden. |
Wechseljahre

In den Wechseljahren sinkt die Hormonproduktion der Eierstöcke. Das kann zu Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen führen und das Risiko für Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.
Typische Erkrankungen
Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Haarausfall
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Bei starken Beschwerden kann eine Hormontherapie infrage kommen. Nutzen und Risiken bespricht die Frauenarztpraxis individuell. |
| Selbst tun | Bewegung, Krafttraining für die Knochen, Nichtrauchen und eine calciumreiche Ernährung. |
| Nahrungsergänzung | Pflanzliche Präparate wie Rotklee-Extrakt enthalten hormonähnliche Stoffe und sollten nicht ohne Rücksprache eingenommen werden, besonders nach Brustkrebs. |
Haarausfall

Haarausfall hat viele Ursachen: Veranlagung und Hormone (der häufige erblich bedingte Haarausfall), Eisenmangel, Schilddrüsenerkrankungen, Medikamente, Infekte oder Stress. Eine Übersäuerung des Körpers gehört nicht dazu.
Bei einer Chemotherapie fallen die Haare aus, weil die Zytostatika sich schnell teilende Zellen angreifen, zu denen auch die Zellen der Haarwurzel gehören. Nach der Behandlung wachsen die Haare in der Regel wieder nach.
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Abklärung | Bei plötzlichem oder starkem Haarausfall lohnt sich der Weg zur Hautarztpraxis. Blutwerte zeigen, ob ein Mangel oder eine Schilddrüsenstörung vorliegt. |
| Selbst tun | Abwechslungsreich essen, schonende Haarpflege, starke Zugbelastung der Haare vermeiden. |
| Nahrungsergänzung | Präparate helfen nur, wenn tatsächlich ein Mangel besteht. Ohne Mangel ist ein Nutzen nicht belegt. |
Biotin bei Haarausfall
Biotin (auch Vitamin B7 oder Vitamin H genannt) wird häufig als Nahrungsergänzungsmittel gegen Haarausfall angeboten.
Biotin ist ein essenzielles Vitamin: Der Körper braucht es für den Stoffwechsel und muss es über die Nahrung aufnehmen.
Biotin trägt laut zugelassener Gesundheitsangabe zur Erhaltung normaler Haare und normaler Haut bei. Dass zusätzliches Biotin bei ausreichender Versorgung das Haarwachstum fördert, ist nicht belegt. Ein Mangel ist bei abwechslungsreicher Ernährung selten.
Bei einer Unterversorgung können folgende Anzeichen auftreten:
- Haarausfall
- Brüchige Nägel
- Hautveränderungen
- Depressive Verstimmung
- Muskelschmerzen
Wie hoch ist der tägliche Bedarf an Biotin?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt als Schätzwert für eine angemessene Zufuhr bei Erwachsenen 40 Mikrogramm Biotin am Tag, bei Stillenden 45 Mikrogramm.
| Lebensalter | Biotin-Schätzwert in Mikrogramm pro Tag |
| 0 bis unter 4 Monate | 4 |
| 4 bis unter 12 Monate | 6 |
| 1 bis unter 4 Jahre | 20 |
| 4 bis unter 7 Jahre | 25 |
| 7 bis unter 10 Jahre | 25 |
| 10 bis unter 13 Jahre | 35 |
| 13 bis unter 15 Jahre | 35 |
| 15 bis unter 19 Jahre | 40 |
| 19 bis unter 25 Jahre | 40 |
| 25 bis unter 51 Jahre | 40 |
| 51 bis unter 65 Jahre | 40 |
| 65 Jahre und älter | 40 |
| Schwangere | 40 |
| Stillende | 45 |
Quelle: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/biotin/ (D-A-CH-Referenzwerte, abgerufen Oktober 2026)
Kann man den täglichen Biotin-Bedarf über die Ernährung decken?
Ja, eine abwechslungsreiche Ernährung deckt den Bedarf in der Regel. Biotin steckt zum Beispiel in:
- Eiern
- Milch und Milchprodukten
- Spinat
- Bananen
- Nüssen
- Haferflocken
- Avocado
Ein echter Biotinmangel ist selten, etwa bei bestimmten Erbkrankheiten, Alkoholkrankheit oder sehr einseitiger Ernährung. Mögliche Anzeichen sind Hautveränderungen, Muskelschmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Haarausfall.
Wenn Sie über ein Präparat nachdenken, informieren Sie sich über Biotin gegen Haarausfall und sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Wichtig: Hoch dosiertes Biotin kann Laborwerte verfälschen, zum Beispiel Schilddrüsenwerte oder Herzinfarkt-Marker. Geben Sie vor einer Blutabnahme an, dass Sie Biotin einnehmen.
Wo bekomme ich Biotin als Nahrungsergänzungsmittel?
Biotin gibt es als Kapseln und Tabletten in Apotheken, Drogerien und im Onlinehandel. Bei Haarausfall ohne nachgewiesenen Mangel sollten Sie keine schnellen Ergebnisse erwarten. Haare wachsen langsam, eine Veränderung zeigt sich frühestens nach einigen Monaten.
Achten Sie beim Kauf auf die Tagesdosis: Viele Präparate enthalten ein Vielfaches des Tagesbedarfs, ohne dass das einen Vorteil bringt.
Krebs

Krebserkrankungen gehören in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Weil die Bevölkerung älter wird, erkranken insgesamt mehr Menschen, gleichzeitig haben sich die Heilungschancen bei vielen Krebsarten deutlich verbessert. Zu den häufigsten Krebsarten zählen Brust-, Prostata-, Darm- und Lungenkrebs.
Was das Krebsrisiko beeinflusst
Der Körper erneuert täglich Milliarden Zellen. Dabei entstehen auch fehlerhafte Zellen, die das Immunsystem meist beseitigt. Ob daraus Krebs wird, hängt von vielen Faktoren ab, darunter Alter und Veranlagung. Einige Risikofaktoren können Sie selbst beeinflussen:
- Rauchen
- Alkohol
- Übergewicht und Bewegungsmangel
- starke UV-Belastung
- bestimmte Infektionen, gegen die es teilweise Impfungen gibt (HPV, Hepatitis B)
Eine Übersäuerung des Körpers ist kein belegter Krebsauslöser.
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Behandlung | Krebs wird nach Leitlinien behandelt, je nach Art mit Operation, Bestrahlung, Chemotherapie oder modernen zielgerichteten Medikamenten. Ein Ersatz dieser Behandlung durch alternative Mittel kann Heilungschancen zerstören. |
| Vorbeugen und früh erkennen | Gesetzlich Versicherte haben ab bestimmten Altersgrenzen Anspruch auf Krebsfrüherkennung, etwa für Darm-, Brust-, Gebärmutterhals-, Haut- und Prostatakrebs. |
| Nahrungsergänzung | Nahrungsergänzungsmittel können Krebs nicht heilen. Einige, zum Beispiel hoch dosierte Antioxidantien oder Pflanzenextrakte, können sogar mit einer Krebstherapie wechselwirken. Besprechen Sie jedes Präparat mit Ihrem Behandlungsteam. |
Ergänzende Angebote wie Bewegungsprogramme, Ernährungsberatung oder psychoonkologische Unterstützung können die Lebensqualität während der Behandlung verbessern. Anlaufstellen sind die behandelnde Klinik und Krebsberatungsstellen.
Kinder und Jugendliche

Auch Kinder und Jugendliche können chronisch krank sein. Die Früherkennungsuntersuchungen (U-Untersuchungen und J1) helfen, Erkrankungen und Entwicklungsstörungen früh zu erkennen.
Häufige Erkrankungen
Allergien, Neurodermitis, häufige Infekte, Bauchschmerzen und Verdauungsprobleme, Entwicklungsstörungen, Typ-1-Diabetes
Was wirklich hilft
Kinder brauchen in der Regel keine Nahrungsergänzungsmittel, wenn sie abwechslungsreich essen. Ausnahmen wie die Vitamin-D- und Fluoridgabe im Säuglingsalter bespricht die Kinderarztpraxis mit Ihnen.
Geben Sie Säuglingen und Kleinkindern Nahrungsergänzungsmittel, Aloe-Vera-Produkte oder Honig nur nach Rücksprache mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt. Honig ist für Kinder im ersten Lebensjahr wegen der Gefahr des Säuglingsbotulismus nicht geeignet.
Bewährt haben sich dagegen:
1. ausgewogene Mahlzeiten mit viel Gemüse, Obst und Vollkorn
2. täglich Bewegung und Spiel im Freien
3. ausreichend Schlaf
4. alle von der STIKO empfohlenen Impfungen
5. die Teilnahme an allen U-Untersuchungen
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Ärztliche Begleitung | Bei Neurodermitis, Allergien oder Diabetes behandelt die Kinderarztpraxis oder eine Spezialambulanz. |
| Omega-3-Fettsäuren | Fettreicher Seefisch ein- bis zweimal pro Woche liefert sie über die Nahrung. Kapseln wie Omega 3 nur nach Rücksprache. |
| Probiotika | Präparate wie Probiotic 12 können bei einzelnen Beschwerden nach ärztlicher Rücksprache sinnvoll sein. |
| Basenpräparate | Präparate wie ProBalance sind für Kinder nicht nötig. |
| Pflanzliche Mittel | Cistus Incanus als Tee ist kein Ersatz für ärztliche Behandlung bei Infekten mit Fieber. |
| Colostrum | Colostrum ist für Kinder nicht als Immunstärkung belegt. |
ADS, ADHS, Hyperaktivität

ADHS ist eine häufige Entwicklungsstörung mit Unaufmerksamkeit, Unruhe und Impulsivität. Die Diagnose stellen Kinder- und Jugendpsychiaterinnen, Kinderärzte oder spezialisierte Psychotherapeuten. Behandelt wird je nach Schweregrad mit Elterntraining, Verhaltenstherapie, Unterstützung in der Schule und bei Bedarf mit Medikamenten wie Methylphenidat. Wie alle Medikamente haben sie Nebenwirkungen, die die Ärztin oder der Arzt regelmäßig kontrolliert.
Was können Eltern tun?
Wenn Ihr Kind Medikamente bekommt, setzen Sie diese nicht ab und verringern Sie die Dosis nicht ohne ärztliche Rücksprache. Ob und wann eine Pause oder ein Absetzen sinnvoll ist, entscheiden Sie gemeinsam mit der behandelnden Praxis.
Ergänzende Maßnahmen
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Struktur im Alltag | Feste Abläufe, klare Regeln und Lob helfen vielen Kindern. |
| Bewegung und Schlaf | Regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf unterstützen Konzentration und Ausgeglichenheit. |
| Omega-3-Fettsäuren | Studien zeigen allenfalls kleine Effekte. Omega 3 ersetzt keine Behandlung. |
| Nahrungsergänzung | Für Produkte wie Aloe Vera Honig, Mind Master Formula oder ProBalance ist eine Wirkung bei ADHS nicht belegt. |
Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Kind sich auffällig verhält, sprechen Sie frühzeitig mit der Kinderarztpraxis. Eine frühe Diagnose erleichtert die passende Unterstützung in Kita und Schule.
Sportlerinnen und Sportler

Regelmäßiger Sport ist eine der besten Maßnahmen für die Gesundheit. Wer sich jedoch dauerhaft überlastet, riskiert Verletzungen des Bewegungsapparats und häufigere Infekte.
Was wirklich hilft
| Ansatz | Einordnung |
|---|---|
| Training | Belastung langsam steigern, Regenerationstage einplanen. Wer nach längerer Pause oder ab mittlerem Alter intensiv einsteigt, kann sich vorher ärztlich untersuchen lassen. |
| Ernährung | Ausreichend Energie, Kohlenhydrate und Eiweiß. Die DGE nennt für Erwachsene bis 65 Jahre 0,8 Gramm Eiweiß je Kilogramm Körpergewicht am Tag, Freizeitsportler kommen damit meist aus. |
| Trinken | Vor, während und nach dem Sport ausreichend trinken, bei langen Belastungen auch Salz ersetzen. |
| Nahrungsergänzung | Für Freizeitsportler sind Präparate wie Mind Master Formula, Colostrum oder Cistus Incanus in der Regel nicht nötig. Leistungssportler sollten auf geprüfte Produkte achten, um Verunreinigungen mit Dopingsubstanzen auszuschließen. |
Wer bei Infekten mit Fieber trainiert, riskiert eine Herzmuskelentzündung. Legen Sie bei Fieber eine Sportpause ein und steigen Sie erst nach dem Abklingen langsam wieder ein.
Zusammenfassung
Lebensstil hat großen Einfluss auf die Gesundheit: Ernährung, Bewegung, Schlaf, Nichtrauchen und ein maßvoller Umgang mit Alkohol und Stress senken das Risiko für viele der hier beschriebenen Erkrankungen.
Bei bestehenden Krankheiten ersetzen Lebensstil und Nahrungsergänzung aber keine Diagnose und Behandlung. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen neben der Behandlung auch Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen, Impfungen und zertifizierte Präventionskurse. Nutzen Sie diese Angebote.
Nahrungsergänzungsmittel können sinnvoll sein, wenn ein Mangel nachgewiesen ist oder ein besonderer Bedarf besteht, etwa Folsäure bei Kinderwunsch. Ohne diesen Bedarf bringen sie meist keinen Vorteil, hoch dosiert können sie schaden.
Wenn Gesundheit Ihnen wichtig ist, werden Sie aktiv, und tun Sie das gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Stellen Sie Ihre Ernährung schrittweise um, bauen Sie Bewegung in den Alltag ein, achten Sie auf ausreichend Schlaf und gönnen Sie sich Pausen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag Die Krankheitsmechanismen des Körpers.
Schon die alten Römer wussten:
Mens sana in corpore sano, ein gesunder Geist in einem gesunden Körper!
Diese Weisheit gilt heute mehr denn je.
Stand Oktober 2026. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.














