Aloe Vera Anwendung

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Die Verwendung von Aloe vera als Heilpflanze und Schönheitsmittel ist seit langer Zeit belegt. Sie wurde nachweislich bereits in der Antike verwendet und auch in der heutigen Zeit ist die Aloe vera Anwendung fester Bestandteil in der Hautpflege und bei Hautproblemen wie Sonnenbrand, Wunden oder Verbrennungen. Die Bandbreite der wohltuenden Eigenschaften ist beachtlich und insbesondere das Aloe vera Gel wird innerlich und äußerlich bei unzähligen Gesundheitsproblemen eingesetzt. Wir informieren Sie eingehend zur Aloe vera Wirkung, Pflege und Anwendung – folgen Sie uns in die faszinierende Welt dieser einzigartigen Wüstenbewohnerin.

Von der Antike in die Gegenwart

Vermutlich war Aloe vera ursprünglich auf der arabischen Halbinsel beheimatet, inzwischen wächst sie jedoch in unzähligen Regionen der Welt. Bereits 2.200 v. Chr. wurde die Pflanze in Mesopotamien zu Heilzwecken genutzt, wie Tontafeln aus Nippur beweisen. Auch berühmte Persönlichkeiten der Geschichte wie Nofretete, Kleopatra und Alexander der Große schätzten Sie als Pflanze der Unsterblichkeit und nutzten sie zur Hautpflege sowie zur Behandlung von Verletzungen und Krankheiten. Nach einer Legende überzeugte der Philosoph Aristoteles seinen Schüler Alexander den Großen von der Notwendigkeit zur Eroberung der Insel Sokotra. So konnten sie die Kontrolle über die dortigen Aloe-Plantagen übernehmen und die Behandlung der eigenen Krieger gewährleisten.

Die Römer übernahmen die Kenntnisse zur Aloe vera Anwendung aus Ägypten und Griechenland. Unter der Herrschaft Kaiser Neros verfasste der bekannte Naturmediziner Dioskurides mehrere Schriften, in denen er Anwendung und Wirkungsweise von Aloe vera und etwa 800 weiteren Pflanzenarten beschrieb. Im Pergament-Kodex Dioscurides Neapolitanus befindet sich auch die älteste bekannte Abbildung der Pflanze. Bei den Muslimen galt die Aloe vera gleichzeitig als Heilpflanze und Symbol für Glück und Harmonie. Sogar im fernen China wurde sie als Heilpflanze eingesetzt, wie Aufzeichnungen im Heilbuch des Shih-Shen beweisen.

Hildegard von Bingen beschrieb die Pflanze in ihren Aufzeichnungen als wirksames Heilmittel und empfahl die Anwendung bei Erkrankungen wie Gelbsucht, Magenbeschwerden und eitrigen Geschwüren. Mit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus gelangte die Aloe vera in die neue Welt und bei den Maya-Indianern erhielt sie den Beinamen “Quelle der Jugend”. Im 19. Jahrhundert schätzte der berühmte Pfarrer und Naturheilkundler Sebastian Kneipp die heilsame Wirkung der Aloe vera. Für einige Zeit geriet die vielseitige Pflanze etwas in Vergessenheit, seit einigen Jahren gewinnt sie jedoch wieder zunehmend an Bedeutung und Ernährungswissenschaftler, Biochemikern und Pharmazeuten sind sehr an den unzähligen Inhaltsstoffen der Pflanze interessiert.

Echte Aloe – was ist drin?

Die Aloe vera Pflanze gehört zu den Affodillgewächsen und besitzt dickfleischige Blätter, deren spezielles Gewebe Wasser besonders gut speichern kann. Bisher konnten Wissenschaftler in den Blättern der Pflanze mehr als 200 unterschiedliche Inhaltsstoffe nachweisen, dazu gehören neben Vitaminen und Mineralstoffen beispielsweise Anthrachinone, Enzyme, Mucopolysaccharide, Saponine, Salicylsäure und Aminosäuren. Die Aloe vera Wirkung beruht nach Ansicht einiger Forscher auf dem fein abgestimmten Zusammenspiel mehrerer Wirkstoffe. Aus den Blättern werden insbesondere der Aloe-Saft (auch: Aloe-Latex) und das Aloe vera Gel gewonnen.

Der gelbe Aloe-Saft besitzt einen bitteren Geschmack und wird aus den äußeren Bereichen der Blätter gewonnen. Im Gegensatz zum Aloe vera Gel enthält der Saft die Anthrachinonglykoside Aloin A und B, die stark abführend wirken können. Das durchsichtige Gel wird aus dem Inneren der Blätter gewonnen. Sie werden geschält und der eigentliche Blattkern wird mittels Wasser herausgelöst. Für die etwas schleimartige Konsistenz des Gels sind in erster Linie die Polysaccharide verantwortlich. Es existieren unterschiedliche Verarbeitungsverfahren, es kann nach dem Herauslösen auch gepresst oder mittels Pasteurisation stabilisiert werden. Spezielle Trocknungsverfahren werden häufig angewandt, um eine längere Haltbarkeit des Gels zu erreichen.

Viele Forscher halten Acemannan für den wichtigsten Wirkstoff und schreiben ihm einen großen Anteil an der Aloe-vera-Wirkung zu. Das Kohlenhydrat soll sich stärkend und stabilisierend auf das Immunsystem auswirken. Zudem werden ihm in Bezug auf die Aloe vera Wirkung antimykotische (pilzhemmende), antibakterielle und antivirale Eigenschaften nachgesagt.

Aminosäuren sind die Grundbausteine von Proteinen und somit unverzichtbar für die Neubildung von Zellen. Es wird angenommen, dass sie bei der Aloe vera Wirkung ebenfalls eine große Rolle spielen. Enzyme, Mineralstoffe sowie Vitamine sind ebenfalls im Aloe vera Gel enthalten und sollen sich aufgrund antioxidativer Eigenschaften positiv auf die Zellalterung auswirken. Diese ist auch der Grund, warum Aloe vera zur Pflege der Haut verwendet wird. Ebenfalls wichtig sind die sekundären Pflanzenstoffe, die vermutlich nicht ganz unschuldig daran sind, dass Aloe vera Anwendung als Heilmittel findet. In dieser Gruppe finden Sie beispielsweise Inhaltsstoffe wie Triterpene, ätherische Öle oder die Salicylsäure, die Schmerzen lindern soll.

Aloe vera Anwendung als Trinkgel

Die lange Geschichte der Aloe vera Anwendung zu Heilzwecken ist ohne Zweifel eindrucksvoll und zeigt, dass die Menschen seit vielen Jahrhunderten von der Wirksamkeit dieser Pflanze überzeugt sind. Sie können Aloe vera Gel innerlich und äußerlich bei unterschiedlichen Beschwerden anwenden. Allerdings eignet sich nicht jedes im Handel angebotene Aloe vera Gel zur innerlichen Anwendung, Sie sollten daher unbedingt auf die entsprechenden Empfehlungen achten. Ideal ist beispielsweise hochwertiges Aloe vera Trinkgel. Häufig wird dieses Trinkgel umgangssprachlich auch als Aloe-Saft bezeichnet – dies ist jedoch nicht korrekt, denn es wird aus dem Aloe vera Gel aus dem Blattinneren hergestellt und nicht aus dem bitteren Aloe-Saft.

Der Aloe-Saft wirkt aufgrund des in hohem Maße enthaltenen Wirkstoffes Aloin stark abführend und wurde in der Vergangenheit als Abführmittel eingesetzt. Aloin besitzt jedoch starke Nebenwirkungen und gilt als krebserregend. Hochwertiges Aloe Trinkgel enthält kein Aloin, da zur Herstellung ausschließlich das reine Blattgel verwendet wird. Sie können Trinkgel aus Aloe vera zur Anwendung bei einer Entschlackungskur einnehmen, zur Linderung unterschiedlicher Beschwerden einnehmen oder vorbeugend Ihr Immunsystem stärken. Die wertvollen Inhaltsstoffe können sich beruhigend auf den Magen-Darm-Bereich auswirken und sollen ebenfalls eine positive Wirkung bei Hautproblemen besitzen. Häufig wird auch bei leichten Gelenkschmerzen eine Aloe vera Anwendung von Trinkgel empfohlen.

Aloe vera Gel bei Sonnenbrand

Es ist wirklich erstaunlich, welche Bandbreite an Beschwerden mit der Aloe vera Anwendung behandelt werden können. Bei Sonnenbrand kann sich die Aloe vera Pflege positiv auf eine schnelle Abheilung auswirken. Diese in der Volksheilkunde bekannte Anwendungsart konnte durch eine Studie an der Albert-Ludwigs-Universität nachgewiesen werden. Die Forscherin Dr. Julia Stump leitete die Studie, an der insgesamt 40 Personen teilnahmen. Nach einer UV-Bestrahlung der Rücken der einzelnen Teilnehmer wurden zwei Gruppen gebildet. Eine Gruppe verwendete Gel aus Aloe vera zur Pflege der Hautrötung, bei der zweiten Gruppe erfolgte eine Behandlung mit handelsüblicher Pflegecreme (Hydrokortison, etc.).

Bereits nach zwei Tagen konnte festgestellt werden, dass bei der Anwendung von Aloe vera Gel eine deutliche Verbesserung eingetreten war. Im Vergleich zu Hydrokortison konnte eine deutliche bessere Wirkung beobachtet werden und zudem blieben im Gegensatz zur Kortison-Therapie ungünstige Nebenwirkungen wie Brennen, Juckreiz oder Hautreizungen erfreulicherweise aus. Bei einer weiteren Studie von iranischen Forschern wurde die entzündungshemmende und antimikrobielle Wirkung bestätigt. Sie vermerkten weiterhin, dass die Aloe vera Anwendung einen positiven Effekt auf die Zellvermehrung besitzen kann.

Schnellere Heilung bei Verbrennungen & OP-Wunden

Sonnenbrand ist im Vergleich zu Brandverletzungen vergleichsweise harmlos, aber auch bei diesen Wunden kann die Aloe vera Wirkung positiven Einfluss auf die Wundheilung besitzen. Die Behandlung von Brandwunden kann durchaus problematisch sein, insbesondere wenn es sich um schwere und großflächige Verbrennungen handelt. Häufig wird zur Pflege von Brandwunden Silbersulfadiazin angewendet, leider führt dies jedoch in vielen Fällen zu unerwünschten Nebenwirkungen wie chronischen Hautentzündungen, dauerhafter Graufärbung der Haut oder einer verzögerten Regeneration.

An der iranischen Mazandaran University of Medical Sciences hat Forschungsleiter Dr. Khorasani mit seinem Team eine Vergleichsstudie durchgeführt, an der 30 Patienten mit Brandverletzungen 2. Grades teilnahmen. Die Forscher behandelten jeden Patienten an einer Brandwunde mit Silbersulfadiazin und an einer anderen Wunde mit reinem Aloe-vera-Puder. Bei den mit der Aloe vera Anwendung behandelten Wunden konnten die Forscher eine um drei Tage schnellere Wundheilung als bei den mit Silbersulfadiazin behandelten Verletzungen feststellen.

Unter der Leitung von Dr. Eshghi und seinem Team wurden weitere Studien an der Mazandaran University of Medical Sciences zur Aloe vera Wirkung durchgeführt. Die Aloe vera Anwendung von Gel führte nach Operationen nachweislich zu einer besseren und schnelleren Wundheilung. An der Studie nahmen 49 Patienten teil, die nach Hämorrhoiden-Operationen in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Eine Gruppe wurde mit einem Aloe vera Gel behandelt, die andere Gruppe erhielt lediglich ein Placebo. Bereits nach zwei Tagen stellten die Forscher bei der Aloe vera Anwendung im Vergleich zur anderen Gruppe eine deutliche Besserung der Wundschmerzen fest. Nach einer zweiwöchigen Behandlung zeigte sich, dass die Aloe vera Wirkung die Wundheilung deutlich positiv beeinflusste. Vor der Anwendung von Aloe vera Gel auf Brandwunden sollten Sie unbedingt mit Ihrem behandelndem Arzt Rücksprache halten.

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Aloe vera zur Pflege von Hauterkrankungen

Viele Mediziner sind inzwischen davon überzeugt, dass Aloe vera Gel auch bei anderen Wunden die Heilung beschleunigen kann und vielfach erfolgt die Aloe vera Anwendung auch nach Strahlentherapien. Bei der Behandlung von Krebserkrankungen kann es nach einer Strahlentherapie zu unangenehmen Hautreaktionen kommen, die von Ausschlag bis zu offenen Wunden reichen können. Einige Studien konnten eine positive Wirkung bei einer Aloe vera Anwendung aufzeigen.

Auch bei unangenehmen Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder Dermatitis kann Aloe vera eine Wirkung mit deutlicher Linderung zeigen. Im Jahr 2013 teilte der Deutsche Psoriasis Bund mit, dass sich viele Patienten mit Schuppenflechte die schulmedizinische Verschreibung von üblichen Medikamenten wie Kortikoiden kritisieren. Eine Besserung kann häufig nicht festgestellt werden, die Nebenwirkungen dieser Medikamente können jedoch für zusätzliche Belastung sorgen.

Einige Studien konnten inzwischen jedoch zeigen, dass Aloe vera zur Pflege von Schuppenflechte eingesetzt werden und zu einer Verbesserung des Hautbildes beitragen kann. Bei einer Studie eines Forschungsteams im Malmö University Hospital wurden Patienten mit mittelschwerer Schuppenflechte behandelt. Eine Gruppe erhielt ein Placebo und die zweite Gruppe wurde mit einer Aloe-vera-Creme behandelt. Bei den meisten Patienten der Aloe-vera-Gruppe konnte eine deutliche Besserung festgestellt werden.

Aloe vera – Pflege aus der Natur

Die Aloe vera Anwendung kann zur Linderung von Hautproblemen wie Sonnenbrand, Schürfwunden, Ekzemen und Schuppenflechte beitragen. Da hochwertiges Aloe vera Gel auch eine antibakterielle Wirkung haben soll, ist ebenfalls die Verwendung zur Linderung bei Akne möglich. Eine positive Wirkung kann sich jedoch nicht nur bei Reizungen und Erkrankungen zeigen, denn auch in der Hautpflege spiel Aloe vera Gel inzwischen eine große Rolle.

Es spendet Feuchtigkeit, lindert Hautirritationen und kann die Elastizität der Haut verbessern. Trockene Haut kann deutlich frischer und lebendiger aussehen, wenn die Aloe vera Pflege regelmäßig angewendet wird. Auch Fältchen soll das Allroundtalent sichtbar mildern, denn die ausgezeichnete Wirkstoffkombination im Aloe vera Gel kann sich als wahrer Beauty-Cocktail erweisen. Es kann den Stoffwechsel der Hautzellen anregen und zu einer vermehrten Produktion stützender Elastin- und Kollagenfasern beitragen. Das Resultat ist dann ein strafferes und ebenmäßigeres Hautbild. Bezüglich der Wirksamkeit ist in jedem Fall die Produktqualität entscheidend. Bei uns finden Sie ausschließlich hochwertige Produkte, die wir nach strengen Gesichtspunkten für Sie ausgewählt haben.

Tipps – Hautpflege mit Aloe Vera

Handpeeling mit Aloe Vera

Um überschüssige, trockene Hautschüppchen zu entfernen, freuen sich auch die Hände ca. 1 mal pro Woche über ein Peeling. Unser Geheimtipp, gerade im Winter, ist das Aloe Vera Gesichtspeeling. Für eine samtweiche Haut und leichte Erfrischung an den Händen. Anschließend cremen Sie die Hände mit Aloe Vera Handcreme Extra Rich.

Badetipps

Nicht zu heiß baden – die optimale Temperatur liegt bei 36-38°C.

Nicht länger als 20 min baden – Baden trocknet die Haut aus.

Eiskaltes Abduschen nach dem Baden bringt den Kreislauf auf Trab und stärkt die Abwehrkräfte.

Gönnen Sie sich auch nach dem Baden eine halbe Stunde Ruhe. Am besten gründlich eincremen (z.B. mit der Aloe Vera Soft Skin Creme), danach in ein Badetuch einwickeln und ein gutes Buch lesen.

Bei sehr trockener Haut: Nach dem Baden den gesamten Körper mit Aloe Vera Emergency Spray einsprühen und in ein Badetuch wickeln. Wenn das Spray eingezogen ist z.B. mit Aloe Vera Creme mit Propolis eincremen. Macht selbst sehr trockene Haut babyweich !

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Gesichtsreinigung im Winter

Im Winter wird die Haut durch den Wechsel zwischen kalter und warmer Luft besonders strapaziert. Bei der Gesichtsreinigung ist auf Produkte mit Alkohol oder Seife zu verzichten, da sie die Haut zusätzlich austrocknen. Gerade im Winter ist eine milde Reinigungsmilch z.B. mit Aloe Vera zu empfehlen.

Aloe Vera Massage

Besonders belebend und erfrischend wirkt das Aloe Vera Duschgel, wenn Sie es mit einem Massageschwamm sanft am ganzen Körper einmassieren. Die Haut wird so besonders gut durchblutet und optimal auf die nachfolgende Pflege z.B. mit Aloe Vera Bodybalsam vorbereitet.

Die richtige Hautpflege für jede Körperzone

Unterschiedliche Pflege für Körperpartien

Die Konsistenz und die Dicke unserer Haut sind nicht an allen Körperstellen gleich; so ist zum Beispiel die Fußsohlenhaut besonders dick und die Augenlidpartie sehr zart. Zudem gibt es Körperstellen wie die Unterarme, die sehr trocken sind und solche, wie die Haut rund um die Nase, die öliger sind.

Dementsprechend müssen auch unterschiedliche Hautpflegeprodukte verwendet werden, je nachdem, ob es um die Hände, die Füße, die Achselhöhlen oder andere Hautareale geht. Anbei schildern wir, welche Pflegeprodukte sich je Körperpartie eignen.

Hautpflege für Hände, Füße, Achselhöhlen und Intimbereich

Hände: In den Handinnenflächen gibt es besonders viele Schweißdrüsen, weshalb manche Menschen ständig feuchte Hände haben, wobei die dünne Haut an den Handrücken trotzdem trocken sein kann. In diesem Fall ist es sinnvoll, die Innenflächen mit Öl-in-Wasser-Emulsionen zu pflegen und für die Handrücken Wasser-in-Öl-Emulsionen zu verwenden, denen Urea oder andere Wasser bindende Zusatzstoffe beigefügt sind.

Füße: Auch die Fußsohlen besitzen sehr viele Schweißdrüsen, weshalb die Haut hier häufig sehr feucht ist, während die Fußrückenhaut zur Trockenheit neigt. Für die Fußrücken ist daher die Verwendung einer rückfettenden Fußcreme empfehlenswert und für die Fußsohlen je nach Ausmaß der Schweißbildung Fußpuder, antibakterielle Lotionen oder schweißhemmende Fußcremes oder Fußgels.

Achselhöhlen und Intimbereich: Auch diese Körperpartien benötigen spezielle Pflege, da hier Haut an Haut liegt. Die Folge ist eine erhöhte Hautfeuchtigkeit mit einer dadurch hervorgerufenen Anfälligkeit für Infektionen, Allergien und Pilzbildungen. Um dem entgegenzuwirken, sollten Sie für diese Hautpartien möglichst trocken halten, auf fettreiche Pflegeprodukte verzichten und stattdessen Öl-in-Wasser-Emulsionen verwenden.

Hautpflege in Abhängigkeit von Hauttyp und Hautzustand

Sicher ist es für Sie nichts Neues, dass unsere Haut eine Pflege benötigt, die genau auf ihren Hauttyp und Hautzustand abgestimmt ist. Aber vielleicht wissen Sie ja noch nicht, was das im konkreten Fall heißt – dann sollten Sie hier weiterlesen, was die Website skincare.dermis.net dazu herausgefunden hat:

Normale Haut benötigt mehr Feuchtigkeit als Fett, weshalb sich für Tagescremes (wie auch für Körperlotionen) Öl-in-Wasser-Emulsionen empfehlen, bei denen der Wasseranteil höher als der Fettanteil ist. Die Nachtcreme darf dann aber ruhig etwas fettreicher sein.

Trockene Haut profitiert von Wasser-in-Öl-Emulsionen, die mehr Fett als Feuchtigkeit enthalten, die Anzahl an Fetten in der Hornschicht der Haut erhöhen und so verhindern, dass die Haut zu viel Wasser verliert. Besonders empfehlenswert bei trockener Haut sind Pflegeprodukte mit Urea (Harnstoff), die Wasser bindende Eigenschaften besitzen. Auch Milchsäure und Glycerin sind Inhaltsstoffe, die eine hydratisierende Wirkung besitzen und bei trockener Haut gute Dienste leisten.

Fettige Haut pflegen Sie am besten mit fettfreien Fluids oder leichten Öl-in-Wasser-Emulsionen, die viel Wasser, aber nur wenig Öl bzw. Fett enthalten. Da fettige, ölige Haut zu Hautunreinheiten und Pickeln neigt, sollten Sie bei der Auswahl der passenden Pflegeprodukte auf die Kennzeichnung „nicht komedogen“ achten, was so viel heißt wie „führt nicht zu Komedonen (Mitessern)“.

Mischhaut ist dadurch gekennzeichnet, dass es sowohl trockene als auch fettige Hautpartien gibt. Daher ist es sinnvoll, zwei verschiedene Hautpflegeprodukte zu verwenden: Wasser-in-Öl-Emulsionen für die trockenen Hautstellen und Öl-in-Wasser-Emulsionen für die fettigen Partien.

Empfindliche Haut reagiert besonders sensibel, weshalb eigentlich nur dermatologische Pflegeprodukte infrage kommen, die keine Haut irritierenden und Allergie auslösenden Inhaltsstoffe besitzen. Seien Sie gerade bei empfindlicher Haut auf der Hut vor herkömmlichen Hautcremes, zu deren Herstellung Paraffinöle, Konservierungsmittel, Duft- und Farbstoffe verwendet werden.

Reife Haut wird früher oder später zu trockener Haut, wobei Menschen mit von Natur aus fettiger Haut länger davon verschont bleiben als solche, die ohnehin zu trockener Haut neigen und oft schon mit 40 oder spätestens 50 Jahren deutliche „Reifespuren“ aufweisen. Wie bei trockener Haut kommen auch für reife Haut Pflegeprodukte infrage, die mehr Fett als Feuchtigkeit enthalten, die möglichst noch besonders reich an Urea, Milchsäure und Glycerin sind.

Die richtige Hautpflege für die Augenpartie

Die Qualität einer Augencreme müssen wir besondere Ansprüche stellen und können uns nicht einfach die erstbeste auf diese zarten Hautpartien auftragen. Minderwertige Kosmetikprodukte können sich schwer auf die Augenlieder legen und sogar zu Hautreizungen und Allergien führen.

Warum die Haut rund um die Augen besondere Pflege benötigt

Man könnte denken, dass die normale Gesichtscreme doch auch rund um die Augenpartie verwendet werden kann. Dabei wird aber vergessen, dass sich die Augenhaut von der übrigen Gesichtshaut dadurch unterscheidet, dass sie extrem dünn ist und kaum Unterhautfettgewebe besitzt, wie paradisi.de schreibt. Das hat zur Folge, dass sich um die Augen herum auch kaum hauteigene Feuchtigkeitdepots befinden. Dies wiederum ist ein Grund dafür, dass sich gerade an den Augen die ersten Erscheinungen des Alters durch kleine Fältchen und Krähenfüße bemerkbar machen. Ein anderer Grund ist natürlich der, dass unsere Augen extremen Belastungen ausgesetzt sind. Wussten Sie zum Beispiel, dass wir pro Tag rund 25.000 Mal unsere Augen öffnen und schließen? Eine Augencreme muss diesen Gegebenheiten Rechnung tragen und daher wesentlich mehr Vitamine und nährende Wirkstoffe enthalten als eine herkömmliche Gesichtscreme.

Die wichtigsten Kriterien für Augencremes

Brigitte.de hat einmal die drei wichtigsten Gebote der Augencremes formuliert. Eine gute Augencreme darf demnach nicht schmieren, sie darf sich nicht wie ein Ölfilm auf die Haut legen, und sie sollte so rasch einziehen, dass man sich unmittelbar nach dem Eincremen schon die Augen schminken kann.

Diese Aufzählung möchte ich allerdings noch um einen wichtigen Punkt ergänzen: Eine gute Augencreme sollte nur hautverwandte Inhaltsstoffe besitzen, damit Hautirritationen und Allergien vermieden werden. Die meisten Augencremes erfüllen dieses letzte Kriterium leider nicht, auf das Sie aber im Interesse Ihrer Gesundheit viel Wert legen sollten.

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