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Volksleiden Bluthochdruck – macht es Sinn, Medikamente aus dem Ausland zu beziehen?

Ein zu hoher Blutdruck gehört zu den gängigsten Volkskrankheiten in Deutschland. Die Diagnose zieht sich quer durch die Bevölkerung. Statistisch gesehen steigt das Risiko allerdings mit dem Alter – Männer sind zudem etwas häufiger von Bluthochdruck betroffen als Frauen. Fettleibigkeit und ungesunde Ernährung sowie einige andere Faktoren begünstigen den krankhaften Anstieg des Blutdrucks zwar, doch auch eine genetische Prädisposition kann zu einer Erkrankung führen. Dies kann vor allem dann der Fall sein, wenn mehrere Menschen in einer Ahnenlinie daran erkrankt sind oder wenn keiner der „typischen Auslöser“ zutrifft.

Egal, weshalb der Blutdruck erhöht ist, sollte eine Behandlung der Symptome erfolgen. Dies findet über Blutdrucksenker statt, zum Beispiel sogenannte ACE-Hemmer. Zusätzlich zur Therapie sollten Betroffene einen positiven Lebenswandel anstreben: Mehr Bewegung und gesündere Ernährung. Viele Menschen leben dauerhaft mit einem zu hohen Blutdruck und müssen deshalb täglich Medikamente einnehmen – teilweise sogar zwei, drei unterschiedliche Präparate zur Senkung des Blutdrucks und zum Entwässern. Gesetzlich Versicherte zahlen für jedes verordnete Medikament die gesetzliche Zuzahlung, bis Ende 2026 zehn Prozent des Preises, mindestens 5 und höchstens 10 Euro, ab 2027 mindestens 7,50 und höchstens 15 Euro. Über die Jahre summiert sich das. Viele Betroffene nutzen deshalb neben der Apotheke vor Ort auch Versandapotheken.

blutdruck messgeraet

So entsteht Bluthochdruck

Bei der Diagnose Hypertonie, also Bluthochdruck, muss zwischen einer primären und sekundären Diagnose unterschieden werden. Tritt die Erkrankung als Folge einer anderen Diagnose auf, handelt es sich um eine sogenannte sekundäre Hypertonie. In diesem Fall tritt der erhöhte Blutdruck als Folge von Nierenerkrankungen, Gefäßerkrankungen oder Hormonstörungen auf. Auch Diabetes oder Fettstoffwechselerkrankungen können als Auslöser für die Hypertonie identifiziert werden.

Beim primären Bluthochdruck – auch essenzielle Hypertonie genannt – allerdings liegen beim Betroffenen in aller Regel eine genetische Veranlagung vor sowie einer oder mehrere der folgenden Faktoren vor:

  • Adipositas, also Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Verstärkter Alkoholkonsum
  • Zu hohe Kochsalzaufnahme
  • Überbelastung durch negativen Stress
  • Nikotingenuss
  • Nebenwirkungen bestimmter Medikamente

Bei einer Bluthochdruckerkrankung kommt es in den Blutgefäßen zu einem übermäßigen Druck. Pumpt das Herz nun frisches Blut durch die Gefäße, nimmt es diesen Druck als Widerstand wahr und muss deshalb stärker pumpen, um das sauerstoffreiche Blut auf seinen Weg durch den Körper zu schicken. So ist das Herz einer dauerhaften Überbelastung ausgesetzt, was unentdeckt zu schweren Schäden führen kann – besonders häufig: Herzinfarkt und Schlaganfall. Ebenso leiden die Gefäßwände, die nicht für den starken Blutdruck ausgelegt sind. Ihre Oberfläche bietet unter diesem Einfluss beste Gegebenheiten für Kalk- und Fetteinlagerungen. Diese Ablagerungen können den Widerstand in den Arterien sogar weiter erhöhen, sodass das Herz noch stärker arbeiten muss.

Aus diesen Gründen ist es wichtig, den Blutdruck zu regulieren. Neben einem gesünderen Lebensstil sind dafür häufig Medikamente nötig, die Gefäße und Herz entlasten.

So kommt es zur Diagnose Hypertonie

Leichter oder beginnender Bluthochdruck wird vom Betroffenen oft gar nicht wahrgenommen. Auch im Anfangsstadium können zwar schon leichte Symptome auftreten, diese werden jedoch nicht immer als schwerwiegend angesehen und deshalb nicht erkannt. In solchen Fällen stellt der Arzt oft im Rahmen einer Routineuntersuchung einen Zufallsbefund.

Um eine Blutdruckerkrankung schnellstmöglich zu erkennen, ist es wichtig, typische Symptome zu kennen. Treten diese plötzlich auf, vielleicht sogar mehrere davon, sollte man den Weg zum Arzt auf keinen Fall scheuen. Zu den häufigsten Symptomen von Bluthochdruck zählen:

  • Verstärktes Herzklopfen, auch im Ruhezustand oder bei leichter Belastung
  • Gefühl der körperlichen Überlastung oder gar Atemnot
  • Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwäche
  • Übelkeit, Schwindel und Sehstörungen
  • Immer wieder auftretendes Nasenbluten

So läuft die Behandlung von Hypertonie ab

Wer diese Symptome wahrnimmt, sollte dringend einen Termin beim Hausarzt vereinbaren. Dieser wird dann in aller Regel eine Langzeit-Messung oder regelmäßige Messungen mit einem privaten Blutdruckmessgerät anordnen. Nach der Protokollierung und Analyse der Blutdruckwerte verschreibt der Arzt dann ein Blutdruck Medikament. In manchen Fällen wird sogar eine Kombination aus verschiedenen Medikamenten notwendig. Besonders anerkannt sind in Deutschland dabei die folgenden Medikamente:

Gängige Blutdruck Medikamente in Deutschland

Gute Erfolge verzeichnen die ACE-Hemmer Lisinopril und Ramipril. Oft empfiehlt der Arzt zudem die Gabe eines Kalziumkanalblockers namens Amlodipin oder auch die Einnahme eines Diuretikums zur Entwässerung. Mehr zu dieser Wirkstoffgruppe lesen Sie in unserem Beitrag Betablocker – ein Überblick.

Wer diese Medikamente täglich einnehmen muss, braucht regelmäßig Nachschub. Ist ein Blutdruckmittel in der Apotheke nicht vorrätig, muss es nachbestellt werden, was einen zweiten Besuch oder eine Lieferung erfordert. Bei bekannter Diagnose stellen viele Praxen Folgerezepte als E-Rezept aus, das in der Apotheke mit der Gesundheitskarte oder per App eingelöst wird. So spart man sich zusätzliche Wege in die Praxis.

Um sich noch mehr Aufwand zu sparen, können Betroffene ihre Medikamente auch online bestellen. Versandapotheken aus den Niederlanden sind dabei seit Jahren beliebt. Verschreibungspflichtige Medikamente dürfen Ihnen nur Versandapotheken aus der EU oder dem EWR schicken, Großbritannien gehört seit 2021 nicht mehr dazu. Achten Sie auf das EU-Sicherheitslogo. Als gesetzlich Versicherte zahlen Sie für verordnete Medikamente ohnehin nur die Zuzahlung, einen Preisvorteil gibt es bei verschreibungspflichtigen Mitteln deshalb nicht.

Auch für die Bestellung bei einer Online-Apotheke benötigt man ein gültiges Rezept. Ein E-Rezept lässt sich per App oder Gesundheitskarte einlösen, danach macht sich die Apotheke an den Versand. Die Abwicklung gilt dabei als unkompliziert und flott. Betroffene sparen sich so viel Zeit und können auch in anderen Bereichen stöbern: Medikamente für erektile Dysfunktion, Verhütung, Asthma und vieles mehr kann man dort nämlich ebenso finden.

Lebenswandel bei Hypertonie

So gut die Medikamente auch helfen mögen – Bluthochdruck Patienten sollten stets daran arbeiten, ihre Gesundheit zu verbessern und die Faktoren zu minimieren, welche die Erkrankung begünstigen. Die Ernährung bei Bluthochdruck sollte daher ausgewogen und gesund sein. Um das zu erreichen, sollte man weitgehend auf Fette, Zucker, zu viel Salz oder Weißmehl verzichten. Im gleichen Zuge sollte man sich mehr bewegen – für übergewichtige Patienten empfiehlt sich das Schwimmen oder Walken. Aber auch Radfahren und Joggen sind sehr beliebt. Selbstverständlich sollten Betroffene auf das Rauchen sowie auf Alkohol weitgehend verzichten. Mit den richtigen Medikamenten und einem gesunden Lebensstil bekommt man die Volkskrankheit meist schnell und gut in den Griff.

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