Was hilft bei Haarausfall und wie kann man dem vorbeugen?

gesundes haar frau braunhaarig glatt

Haarausfall (Alopezie) ist eine weit verbreitete „Volkskrankheit“ – für Betroffene ist dies meist sehr belastend. Doch woran erkennt man, dass es sich tatsächlich um besorgniserregenden Haarausfall handelt? Was sind die möglichen Ursachen und wie erkennt man sie frühzeitig, um dem Haarausfall entgegenzuwirken oder gar vorzubeugen? Wir klären Sie mit dem folgenden Artikel auf.

Ursachen von Haarausfall erkennen

Grundsätzlich verliert jeder von uns circa 100 Haare am Tag. Dies ist dem natürlichen Zyklus der Haare geschuldet. Ungefähr zwei bis sechs Jahre befindet sich jedes einzelne Haar in der Wachstumsphase.

Anschließend folgt eine kurze Übergangsphase von circa ein bis zwei Wochen, bis sich das Haar in der Ruhephase befindet und nach zwei bis vier Monaten schlussendlich ausfällt. Da sich rund 20 % der Haarwurzeln gleichzeitig in der letzten Phase befinden, fallen täglich einige Haare aus. 

Wann ist Haarausfall nicht mehr normal?

Stellt man fest, dass man weitaus mehr als 100 Haare pro Tag verliert, kann man von ernstzunehmendem oder krankhaftem Haarausfall ausgehen. Hier ist es unbedingt ratsam, einen Arzt zu konsultieren, um die mögliche Ursache festzustellen.

Mögliche Anzeichen für überdurchschnittlichen Haarausfall

  • Im Schlaf: Auf dem Kopfkissen befinden sich mehr Haare als üblich
  • Bei der Haarpflege: Beim Kämmen und Waschen gehen mehr Haare aus als gewohnt
  • Im Alltag: Haare fallen leichter aus und das Haar wirkt allgemein lichter

Arten von Haarausfall und ihre Ursachen

Es gibt verschiedene Arten von Haarausfall, welche alle unterschiedliche Ursachen haben können. Von Genetik bis hin zu Nährstoffmangel kommt einiges infrage.

Genetisch bedingter Haarausfall

Wohl die häufigste Ursache: genetisch bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie).

Sowohl Männer als auch Frauen können von dieser Art des Haarausfalls betroffen sein. Bei Männern tritt dieser jedoch meist früher auf und führt zunächst zu starkem Haarverlust an den Schläfen, wodurch sich die allgemein bekannten „Geheimratsecken“ bilden.

Später kommt es in schweren Fällen dann auch zu Haarverlust am hinteren Scheitelbereich, dem sogenannten „Tonsurbereich“. Verantwortlich hierfür ist vermutlich eine Empfindlichkeit gegenüber dem Sexualhormon Dihydrotestosteron (DHT).

Diffuser Haarausfall

Bei diffusem Haarausfall fallen Haare am gesamten Kopf aus und das Haar wird insgesamt dünner.

Mögliche Ursachen können hier sein:

  • Hormonelle Störungen oder Veränderungen
  • Nährstoffmangel
  • Psychischer Stress
  • Eisenmangel
  • Störungen des Stoffwechsels
  • Sonstige Veränderungen des Körpers (Einnahme von Medikamenten, Veränderung der Ernährung, Entzündungen)

Kreisrunder Haarausfall

Die Haare fallen an verschiedenen Stellen der Kopfhaut aus und es bilden sich kreisrunde, kahle Stellen? Dann handelt es sich hier um kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata). Die genaue Ursache für diese Art des Haarausfalls konnte bisher noch nicht genau bestimmt werden. Möglich wäre jedoch eine Autoimmunreaktion des Körpers. Diese kann Entzündungen an den Haarfollikeln hervorrufen, wodurch die Haare schließlich ausfallen.

Ursachen von Haarausfall bei Frauen

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Neben den oben erwähnten Ursachen können Frauen speziell nach der Schwangerschaft, in der Stillzeit oder auch in den Wechseljahren von Haarausfall geplagt werden.

Grund hierfür sind hormonelle Veränderungen. Aber kein Grund zur Sorge: In den meisten Fällen lässt der Haarverlust nach, sobald sich der Hormonhaushalt wieder eingependelt hat.

Wie kann man Haarausfall vorbeugen und behandeln?

Entsprechend der verschiedenen Ursachen von Haarausfall werden heutzutage auch unzählige Mittel angeboten, die versprechen, den Haarausfall zu stoppen. Von Shampoos bis hin zu Tabletten ist alles dabei.

Grundsätzlich ist es immer ratsam, den Arzt seines Vertrauens aufzusuchen und mit ihm die nötigen Ursachen und Lösungen zu besprechen. Denn nur so kann man eine perfekt abgestimmte Behandlungsmethode finden.

Hormonbehandlung in den Wechseljahren

Bei genetisch bedingtem Haarausfall ziehen Ärzte gerade bei Frauen in den Wechseljahren eine Hormonbehandlung in Betracht. Hierbei soll das männliche Sexualhormon, welches den Haarausfall bei Frauen verursacht, einschränken und somit der Haarverlust gestoppt werden.

Lichttherapie und Kortisonbehandlung

Auch bei kreisrundem Haarausfall sollte man sich unbedingt an einen Arzt wenden. Diese schlagen meistens eine Kopfhautbehandlung mit Kortison oder eine spezielle Lichttherapie (Psoralen-UVA) vor, da man hier meist von Entzündungen der Kopfhaut ausgeht.

Tinkturen, Shampoos & Nahrungsergänzungsmittel

In Fällen von diffusem Haarausfall empfehlen Ärzte oft spezielle Tinkturen, Shampoos oder entsprechende Nahrungsergänzungsmittel, je nachdem, was die Ursache von dem Haarverlust ist. Hierbei ist es ratsam, das Blut auf Mangelerscheinungen untersuchen zu lassen oder auch Stresssituationen und sonstige veränderte Lebensumstände zu besprechen.

Shampoos und Tinkturen enthalten größtenteils wachstumsanregende Stoffe wie Koffein, welche die Haarwurzel stärken sollen. Nahrungsergänzungsmittel hingegen sollen einem Eisen-, Zink- oder Biotinmangel entgegenwirken.

Haartransplantation und Eigenblutbehandlung

Männern bleibt in schweren Fällen des genetisch bedingten Haarausfalls oftmals keine andere Lösung als eine Haartransplantation.

Auch eine Eigenblutbehandlung kommt infrage. Hier wird Eigenblut entnommen, zentrifugiert und das Blutplasma anschließend in die betroffenen Stellen injiziert. Auch nach einer Haartransplantation kommt diese Art der Behandlung in Betracht, um das Wachstum der Haare zu unterstützen.

Diese Art der Behandlung ist heutzutage auf der ganzen Welt weit verbreitet. Auch weckt diese Art der Haarbehandlung in Zürich von Tag zu Tag immer mehr Interessenten, da es für viele die einzige Möglichkeit ist, ihr Selbstbewusstsein und Lebensgefühl wiederzuerlangen.

Hausarzt oder doch Hautarzt?

Wer sichergehen möchte, dass er bestmöglich beraten ist, kann sich an einen Hautarzt mit entsprechender Spezialisierung für Haarerkrankungen wenden. Da es hier aber oftmals zu längeren Wartezeiten kommen kann, ist oft auch schon ein einfacher Besuch beim Hausarzt ausreichend. In jedem Fall sollte keine Behandlung ohne Rücksprache mit einem Arzt erfolgen.

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