Glückliche Füße – mit den passenden Schuhen

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Unsere Füße sind ein echtes Wunderwerk der Natur. Sie tragen uns jeden Tag durchs Leben – ausreichend gut behandelt werden sie allerdings in den seltensten Fällen. Ohne, dass wir es wirklich mitbekommen, muten wir Ihnen viel zu viel zu.

Eine Studie des deutschen Schuhinstituts kam vor einigen Jahren zu dem Ergebnis, dass jeder fünfte Mensch keine passenden Schuhe trägt. Rund 82 % der Studienteilnehmer trugen zudem Schuhe in der falschen Länge oder Breite.

Doch die richtige Passform ist essenziell für das Wohlbefinden und eine absolute Voraussetzung dafür, langfristigen Schäden am Fuß vorzubeugen. Daher erklären wir Ihnen im Folgenden, worauf Sie beim Schuhkauf unbedingt achten sollten.

Die richtige Schuhgröße

Erstklassige und bequeme Sneaker sollten vor allem gut passen. Ein passender Schuh ist dabei einen Daumenbreit länger als der längste Zeh. Schließt der Schuh direkt mit den Zehen ab, dann hat der Fuß keinen Platz zum Abrollen und wird bei jedem Schritt gestaucht. Das ist nicht nur ungesund, sondern kann auch schmerzhaft werden.

Die richtige Schuhgröße kann man übrigens ganz einfach und schnell daheim bestimmen: Stellen Sie sich dazu auf ein weißes Blatt Papier und versuchen Sie, Ihr Gewicht gleichmäßig zu verteilen. Der stärker belastete Fuß wird ansonsten länger. Im besten Fall holen Sie sich Hilfe von einer zweiten Person und zeichnen den Umriss Ihres Fußes auf das Papier. Wichtig ist es dabei, den Stift in einem 90 Grad Winkel zu halten und wirklich direkt am Fuß entlang zu messen.

Nun messen Sie Ihre Zeichnung von der Ferse bis zum großen Zeh. Damit der Fuß bei der Abrollbewegung nicht vorn anstößt und ausreichend Platz zum Atmen hat, ist es empfehlenswert, 1,5 cm zur gemessenen Länge hinzuzuaddieren. Im Anschluss muss man das Ergebnis durch 0,667 teilen, dann erhalten Sie die deutsche Schuhgröße.

Die richtige Weite

Neben der richtigen Schuhgröße ist auch die Weite essenziell für einen passenden Schuh. Ein Schuh darf dabei nicht zu weit sein, da der Fuß sonst keinen Halt hat. Doch auch ein zu enger Schuh ist alles andere als gut, denn dieser begünstigt eine Fehlstellung der Zehen.

Für Kinder gibt es in Deutschland drei genormte Schuhweiten: weit, mittel und schmal. Viele hochwertige Marken bieten die Schuhe nach diesem System an. Bei Erwachsenen wird die Weite des Schuhs über die Buchstaben F, G, H, K & M angegeben. F steht für die schmalste und M für die weiteste Form.

Das Angebot für erwachsene Füße sieht jedoch häufig sehr übersichtlich aus: Die meisten Schuhe gibt es nur in einer Weite, die lediglich für normal gebaute Füße geeignet sind. Früher gab es die Ausnahmen nur bei Gesundheitsschuhen oder hochwertigen Herrenschuhen. Doch die Philosophie der Schuhindustrie ändert sich allmählich, so bieten immer mehr Hersteller auch modische Modelle in abweichenden Schuhweiten an.

Wer einen breiten oder schmalen Fuß hat, der wird nun auch online fündig und nicht mehr nur im Sanitätshaus. So lohnt es sich, nach der individuellen Weite zu suchen. Achten Sie beim Anprobieren darauf, dass der Schuh direkt passt und gut sitzt. Man sollte sich nie auf das Einlaufen der Schuhe verlassen, selbst wenn Ihnen das Paar noch so gut gefällt.

Gute Schuhe für Jung und Alt

Vor allem Kinder und Senioren tragen sehr häufig falsche Schuhgrößen, da sich die Füße verändern. Als Kind merkt man kaum, dass man aus dem Schuh herausgewachsen ist. Die Füße wachsen schubweise, manchmal sind es mehrere Größen innerhalb weniger Monate. Nutzen Sie jeden Besuch im Schuhgeschäft, um die Füße neu auszumessen. Das geht schnell und unkompliziert, kann aber genauso einfach über die oben vorgestellte Methode zu Hause durchgeführt werden.

Genauso verändert sich der Fuß im Alter, dieser wird breiter und länger. Das Fettpolster unter der Ferse verschiebt sich im Laufe der Jahre nach hinten und das hohe Gewölbe senkt sich. Weiterhin können Wassereinlagerungen können dazu beitragen, dass der Fuß anschwillt. All das kann dazu führen, dass die Schuhgröße im Alter rund ein bis zwei Nummern zunimmt. Lassen Sie also auch dann Ihre Schuhgröße immer wieder neu bestimmen.

Schuhe unbedingt einlaufen

Diese Situation kennt vermutlich jeder: Übermorgen steht ein wichtiger Geschäftstermin oder eine große Feier an. Zum richtigen Outfit fehlen nur noch die passenden Schuhe. Nun kauft man sich in letzter Sekunde ein passendes Modell für diesen Tag, doch dann kommt es zu Blasen und unangenehmen Druckstellen. Der unüberlegte Kauf wird schnell bereut.

Planen Sie für das Einlaufen neuer Schuhe immer ausreichend Zeit ein. Füße brauchen diese Zeit, um sich an das Schuhwerk zu gewöhnen. So können Sie den Termin oder die Feier sorglos genießen und werden nicht von unangenehmen Schmerzen aus dem Konzept gebracht. Schuhe sollten mehrere Tage lang hintereinander eingelaufen werden, dafür reichen bereits 30 Minuten am Tag aus.

Über das Tragen von High Heels

Hochhackige Schuhe, auch High Heels genannt, werden oft für die Verformung von Füßen verantwortlich gemacht. Belasten sind sie auf jeden Fall für Hüfte und Knie. Zudem wird die Venenfunktion sowie die Blutzirkulation eingeschränkt, was zu Krampfadern führen kann. Bei durchgehendem Tragen wird die Wadenmuskulatur breiter und kürzer. High Heels sollten also im besten Fall immer nur wenige Stunden oder zu besonderen Anlässen getragen werden.

Wirklich schädlich ist das dauerhafte Tragen eines unpassenden Schuhwerks. Im besten Fall hat man mindestens zwei verschiedene Schuhpaare, die regelmäßig eingesetzt und abwechselnd getragen werden. Das ist übrigens nicht nur für den Fuß gut: Insbesondere Lederschuhe brauchen einen ganzen Tag, um auszulüften und richtig zu trocknen. Der häufige Schulwechsel lohnt sich also.

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Tipps für den Wanderschuh

Bei Wanderungen sowie beim Walken benötigt man Schuhe, die einen guten Fersenhalt bieten. Gleichzeitig sollten auch die Zehen ausreichend Spielraum haben, um beim Bergabgehen nicht vorn anzustoßen. Für Regenwetter haben sich Schuhe mit atmungsaktivem und funktionalem Material als Zwischenfutter bewährt. Die Feuchtigkeit wird dabei nach außen abgegeben und nach innen kann kein Wasser eindringen.

Achten Sie daher immer darauf, dass es im Schuh trocken ist und Sie nicht mit nassen Füßen oder nassen Socken in die Wanderschuhe schlüpfen, da es ansonsten zu einer Blasenbildung kommt. Sollte eine Blase auftreten, dann gilt es, diese immer zu schützen. Bekleben Sie die Stelle mit einem Blasenpflaster, damit der Bereich vor weiterer Reibung oder Druckbelastung geschützt ist.

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