Vitamin D ist wichtig für den menschlichen Körper, vor allem in jungen Jahren. Obwohl das Vitamin hauptsächlich mithilfe von Sonnenlicht selbst gebildet wird, leiden auch häufig Babys und Kleinkinder unter einem Vitamin-D-Mangel. Wann Vitamin-D-Öl für Babys sinnvoll ist und ob es Nebenwirkungen gibt, erfahren Sie in diesem Artikel.
Wichtig vorab: Alle Säuglinge sollen in Deutschland ab der ersten Lebenswoche bis zum zweiten erlebten Frühsommer täglich 400 bis 500 I.E. (10 bis 12,5 µg) Vitamin D zur Rachitis-Vorbeugung bekommen, unabhängig von der Jahreszeit. Die Dosierung legt die Kinderärztin oder der Kinderarzt fest.
Wie produziert der Körper Vitamin D?
Um Vitamin D produzieren zu können, benötigt der Körper UV-Licht. Bei regelmäßigem Aufenthalt im Freien trägt unter hierzulande üblichen Lebensbedingungen
die körpereigene (endogene) Vitamin D-Bildung in der Haut den größten Anteil (80 bis 90
Prozent) zur Vitamin D-Versorgung bei. (Quelle)
Weitere 10 bis 20 % des Vitamin-D-Bedarfs werden über die Ernährung gedeckt. Vor allem Fisch, einige Speisepilze sowie Eigelb enthalten Vitamin D.
Wofür benötigt der Körper Vitamin D?
Vitamin D ist notwendig für den menschlichen Körper, da es wichtige Aufgaben übernimmt. Dazu zählt zum Beispiel die Stärkung der Knochen und auch die Muskeln werden durch das Vitamin unterstützt. Ob Vitamin D auch vor Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, bestimmten Krebsarten oder Diabetes schützt, wird erforscht, ist aber nicht belegt.
Aus diesen Gründen ist es wichtig, bereits in jungen Jahren den Bedarf an Vitamin D zu decken. Kinder können durch einen Vitamin-D-Mangel beispielsweise an einer Rachitis erkranken. Darunter versteht man eine Knochenerweichung, welche zu starken Schmerzen und Gelenkproblemen bis hin zu Laufschwierigkeiten führt.
Zudem benötigen Babys und Kinder Vitamin D zur Zahnbildung und damit ihr Immunsystem gestärkt wird, um Erreger abzuwehren und Autoimmunerkrankungen zu verhindern. Auch die Nervenzellen des Gehirns werden durch Vitamin D optimal versorgt.
Wie bemerkt man einen Vitamin-D-Mangel bei Kindern?
Vor allem in Lebensphasen, in denen ein Kind sehr schnell wächst, kann es zu einem Mangel an Vitamin D kommen. Das liegt daran, dass sich die benötigte Dosis des Vitamins mit einem Mal erhöht und dadurch nicht gedeckt werden kann. Auch bei einer veganen Ernährung, bei Übergewicht oder wenn sich ein Kind nicht ausreichend im Freien aufhält, bekommt ein Kind womöglich zu wenig Vitamin D.
Es gibt auch Erkrankungen, die es dem Körper nicht ermöglichen, ausreichend Vitamin D zu produzieren. In diesem Fall gilt es, Tropfen oder Präparate als Unterstützung zu verabreichen.
Daher können nicht nur Babys, sondern auch ältere Kinder von einem Vitamin-D-Mangel betroffen sein. Was sind also die Symptome eines Vitamin-D-Mangels, damit Eltern frühzeitig reagieren und dem entgegensteuern können?
- Glieder- und Muskelschmerzen
- Infektanfälligkeit
- Knochenschmerzen oder -verformungen
- Muskelschwäche und -krämpfe
- Haarausfall
Was tun gegen Vitamin-D-Mangel?
Wie der Körper sein eigenes Vitamin D produziert, wurde bereits erläutert. Was also tun, wenn man einen Vitamin-D-Mangel feststellt?
Sonnenlicht
Säuglinge sollten nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden; bei ihnen ersetzt das Sonnenlicht die tägliche Vitamin-D-Gabe nicht. Ältere Kinder bilden im Frühjahr und Sommer bei regelmäßigem Aufenthalt im Freien einen Großteil ihres Vitamin D selbst. In der Mittagszeit brauchen sie aber Sonnenschutz.
Das hat einen positiven Nebeneffekt: Viel frische Luft und Bewegung ist sowohl für jüngere als auch für ältere Kinder gut. Es unterstützt den Körper dabei, Kalzium in die Knochen einzulagern und hat weitere positive Auswirkungen.
Vitamin-D-Öl
In der kalten Jahreszeit ist es nicht möglich, in kurzer Hose und T-Shirt im Freien zu spielen. Generell sind die Möglichkeiten, nach draußen zu gehen und die Sonne zu genießen, sehr beschränkt. Daher ist die Versorgung mit Vitamin D im Winter oft knapp.
Ob ein älteres Kind zusätzlich Vitamin D braucht, klären Sie am besten mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt; für Säuglinge gilt die tägliche Vorbeugung ohnehin das ganze Jahr. Hochwertiges Vitamin-D-Öl trägt zur normalen Funktion des Körpers bei und unterstützt ihn dann, wenn er gerade nicht in der Lage ist, selbst Vitamin D zu produzieren. Zur Kombination von Vitamin D3 und K2 lesen Sie mehr in unserem Beitrag Vitamin D3/K2 die beste Kombi für Ihre Gesundheit.
Dosierung von Vitamin-D-Öl
Auf natürlichem Wege ist keinesfalls eine Überdosierung von Vitamin D möglich. Anders sieht es da bei Präparaten oder Ölen aus, denn auch wenn Vitamin D zunächst einmal gut und notwendig für den Körper ist, kann zu viel des Guten auch negative Auswirkungen haben. Nimmt man über einen längeren Zeitraum hochdosiertes Vitamin D ein, kann das zu einer erhöhten Konzentration von Kalzium im Blut führen, wobei man auch von einer sogenannten Kalziumvergiftung spricht.
Eine langfristige Überdosierung kann folglich zu Ablagerungen von Kalzium in den Blutgefäßen sowie in den Nieren führen, was wiederum Nierensteine oder sogar ein Versagen der Nieren verursachen kann. Kurzfristige Überdosierungen machen sich durch Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und starken Durst bemerkbar, also durch übliche Vergiftungsanzeichen.
Bemerken Sie solche Anzeichen, stellen Sie die Gabe von Vitamin-D-Öl ein und sprechen Sie sofort mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt.
Für Säuglinge liegt die übliche Dosis zur Vorbeugung bei 10 bis 12,5 µg (400 bis 500 I.E.) täglich; die genaue Dosis legt die Kinderärztin oder der Kinderarzt fest. Der Wirkstoffgehalt je Tropfen unterscheidet sich von Präparat zu Präparat deutlich, lesen Sie deshalb die Packungsbeilage genau. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) berichtet von Vitamin-D-Vergiftungen bei Säuglingen; verwenden Sie nur das ärztlich empfohlene Präparat in der empfohlenen Dosis.
Nebenwirkungen von Vitamin-D-Öl
In der empfohlenen Dosis gilt Vitamin-D-Öl als gut verträglich, Nebenwirkungen sind dann selten. Einzig bei einer Überdosierung kann die Folge eine Kalziumvergiftung sein. Für gewöhnlich stellen sich die ersten Anzeichen einer zu hohen Dosierung schon bald ein.
Halten Sie sich an die ärztlich empfohlene Dosis und die Packungsbeilage. Bei Anzeichen einer Überdosierung wie Erbrechen, auffälliger Müdigkeit oder starkem Durst wenden Sie sich sofort an die Kinderarztpraxis, bei Babys wie bei älteren Kindern.
Fazit
Ein Vitamin-D-Mangel kann durch ein zu schnelles Wachstum verursacht werden, doch auch Erkrankungen können der Grund sein. Der Körper produziert durch UV-Strahlung zwar selbst Vitamin D, doch vor allem Babys und Kleinkinder sind oftmals zu wenig der Sonne ausgesetzt.
Darüber hinaus stellen die Wintermonate immer eine besondere Situation dar, da hier kaum Vitamin D gebildet werden kann. Säuglinge sollen unabhängig von der Jahreszeit täglich Vitamin D zur Vorbeugung bekommen; ob ältere Kinder zusätzlich Vitamin D brauchen, besprechen Sie mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt. In der empfohlenen Dosis ist Vitamin D gut verträglich, eine Überdosierung kann dagegen gefährlich werden.















