Vitamin-D-Mangel – Ursachen, Symptome und Therapie

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Unser Körper ist ein wahres Kraftpaket. Unzählige Knochen, Muskeln, Nerven, Venen und Organe stellen sicher, dass wir in der Lage sind, unseren Alltag zu bestreiten. Ein wichtiger Faktor für die Funktionsfähigkeit ist die Ernährung. Proteine, Kohlenhydrate, Fette, Nährstoffe, Ballaststoffe und Vitamine versorgen uns mit Energie und erhöhen unsere Leistungsfähigkeit. Entsteht ein Mangel, werden die Körperfunktionen schnell gestört und wir fühlen uns müde, schlapp und kraftlos. Den meisten Menschen fällt es vor allem schwer, eine ausreichende Menge an Vitamin D zu sich zu nehmen. Welche Folgen mit einem solchen Mangel verbunden sind und wie Sie Ihre Vitamin D Werte überprüfen könne, erläutern wir Ihnen im folgenden Artikel.

Wofür ist Vitamin D wichtig?

Vitamin D nimmt eine Schlüsselrolle im menschlichen Körper ein. Der Stoff beeinflusst den Stoffwechsel und ist zudem auch unverzichtbar für das Immunsystem. So sorgt Vitamin D dafür, dass antimikrobielle Abwehrstoffe produziert werden und ist auch für die Regulation von antientzündlicher Prozessen verantwortlich. Weiterhin profitieren auch Knochen und Zähne von der Vitamin D Versorgung. Dadurch wird nämlich sichergestellt, dass sowohl Knochen als auch Zähne mit genügend Mineralstoffen ausgestattet werden. Und auch die Einlagerung von Calcium und Phosphat ist erst durch das sogenannte “Sonnenvitamin” möglich. Letztlich wird durch Vitamin D auch garantiert, dass die Muskeln einwandfrei wachsen und arbeiten.

Welche Vitamin D Werte sind ideal?

Sollten Sie die Vermutung haben, dass Sie unter einer Vitamin D Armut leiden, müssen Sie unbedingt Ihre Vitamin D Werte überprüfen lassen. Symptome und Beschwerden treten in der Regel auf, wenn der Vitamin D Wert unter 20 Nanogramm Vitamin D pro Milliliter Blut liegt. Wenn dies festgestellt wird, versucht man den Wert durch den Konsum von Vitamin D Tabletten oder Tropfen zu beeinflussen. Ärzte verschreiben häufig die tägliche Einnahme von 1.000 IE – das steht für Internationale Einheiten. In seltenen Problemfällen kann es auch sein, dass eine höhere Dosis verschrieben wird.

Wie kann ich die Werte messen?

In der Regel empfiehlt sich zur Erfassung des Vitamin D Wertes der Gang zum Arzt. Mittels Bluttest wird der Ist-Zustand ermittelt und nötige Maßnahmen können sofort eingeleitet werden. Sie können sich allerdings auch selbst behilflich sein und einen Selbsttest aus der Apotheke holen. Auf dem enthaltenen Blättchen müssen einige Tropfen Blut platziert werden, die dann an ein zuständiges Labor geschickt werden. Per Telefon oder E-Mail erhalten sie nach einigen Tagen dann Ihre Ergebnisse. Bei diesem Testverfahren kann es allerdings zu Ungenauigkeiten kommen, weswegen dringend empfohlen wird, die Blutabnahme von einem Fachmann durchführen zu lassen.

Symptome eines Vitamin-D-Mangels

Es ist möglich, einen Vitamin-D-Mangel auf eigene Faust zu diagnostizieren. Sie sollten auf folgende Merkmale achten:

  • Erhöhter Haarausfall
  • Verstärkte Anfälligkeit für Infektionen
  • Unregelmäßige Knochenmineralisation, die in Form von Knochenschmerzen und -verformungen auftreten kann
  • Kalziummangel
  • Taubheitsgefühl
  • Reizbarkeit
  • Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Depressionen
  • Stimmungsschwankungen
  • Atemwegsprobleme

Außerdem kann es auch vorkommen, dass der Mangel in Zusammenhang mit bestimmten Krankheiten auftritt. Bei Krebspatienten, Menschen mit Depressionen, Herz-Kreislauf-Problemen, Stoffwechselerkrankungen, Autoimmunerkrankungen und Atemwegserkrankungen wurde eine Vitamin D Armut oftmals diagnostiziert. Es kann jedoch nicht zweifelsohne festgestellt werden, ob Vitamin D nun der Auslöser oder die Folge solcher Krankheitsbilder ist.

Wer leidet häufig an einem Vitamin-D-Mangel?

Ein Vitamin-D-Mangel kann jeden treffen. Bei Untersuchungen zeigte sich jedoch, dass bestimmte Menschen besonders betroffen sind. Zunächst trifft es häufig Menschen, die sich nur sehr selten ins Freie begeben. Das kann an den Arbeitsbedingungen und Lebensumständen liegen, ist oftmals aber auch bei chronisch Kranken oder pflegebedürftigen Personen der Fall. Vitamin D wird nämlich nur zu 20 Prozent über die Nahrung konsumiert. Es ist dem Menschen also überhaupt nicht möglich, den gesamten Bedarf mit Lebensmitteln abzudecken. Die restlichen Prozente werden eigenständig vom Körper produziert. Der menschliche Organismus nutzt dafür das Sonnenlicht, um Cholecalciferol herzustellen. In der Leber wird dieses Produkt dann zu Vitamin D umgewandelt. Dies ist auch der Grund, warum die Armut vor allem in den Wintermonaten auftritt.

Weiterhin kämpfen auch Menschen mit einer dunklen Hautfarbe gegen die Mangelerscheinungen. Durch den erhöhten Melaningehalt ihrer Haut können die Sonnenstrahlen weniger effektiv aufgenommen werden. Zudem zeigen Studien auch, dass besonders ältere Menschen Probleme mit der Aufnahme von Vitamin D haben. Die Fähigkeit zur Produktion des wichtigen Stoffes nimmt mit steigendem Alter nämlich immer weiter ab. Diese Funktion kann jedoch auch durch äußere Einflüsse gemindert werden. Raucher mindern die Aufnahmefähigkeit der Haut durch die schädliche Zufuhr von Nikotin.

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