WonderFast: Was ist das eigentlich? Der Drink wird als Hilfe beim Intervallfasten beworben. Er soll satt machen, Energie geben und beim Abnehmen unterstützen. Das klingt verlockend. Wir haben uns angesehen, was hinter dem Produkt steckt, was die Inhaltsstoffe leisten können und worauf Sie bei der Einnahme unbedingt achten sollten.
Was ist WonderFast?
WonderFast ist laut Anbieter ein kalorienarmer Pulverdrink für die Fastenphasen beim Intervallfasten. Beim Intervallfasten essen Sie zum Beispiel nach der 16:8-Methode nur innerhalb von acht Stunden und verzichten in den übrigen 16 Stunden auf Nahrung. Der Drink soll in der Fastenzeit das Hungergefühl dämpfen.
Zentraler Inhaltsstoff ist Glucomannan, ein Ballaststoff aus der Konjakwurzel. Er bindet sehr viel Wasser, quillt im Magen auf und kann so ein Sättigungsgefühl erzeugen. Daneben enthält WonderFast laut Anbieter Vitamine, Mineralstoffe und Koffein. Beachten Sie: Ein Drink mit Inhaltsstoffen ist streng genommen kein reines Fasten mehr, auch wenn er kaum Kalorien liefert.
Welche Geschmacksrichtungen gibt es?
WonderFast wird laut Anbieter in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten, von fruchtig bis herb. Welche Sorten aktuell erhältlich sind, sehen Sie beim Anbieter. Geschmack ist Geschmackssache, für die Wirkung spielt er keine Rolle. Achten Sie auf die Zutatenliste, wenn Sie Süßungsmittel oder Aromen meiden möchten.
So wird WonderFast im Alltag eingesetzt
Beim Intervallfasten essen Sie in einem festen Zeitfenster und machen danach eine längere Pause. Viele Menschen kommen damit gut zurecht, andere kämpfen gerade am Anfang mit Hunger oder Müdigkeit. Hier setzt WonderFast an: Der Drink wird in der Fastenzeit getrunken, das Glucomannan quillt im Magen auf und soll den Hunger dämpfen. Das enthaltene Koffein wirkt anregend.
Ein möglicher Ablauf: Sie essen zu Abend bis 19 Uhr und fasten bis zum nächsten Mittag. Morgens oder vormittags trinken Sie den Drink, und zwar mit reichlich Wasser. Wenn Sie in der Fastenzeit trotzdem Schwindel, Zittern oder starke Schwäche bemerken, essen Sie etwas und überdenken Sie Ihren Fastenrhythmus.
Was kann WonderFast leisten und was nicht?
Für Glucomannan ist in der EU eine Gesundheitsangabe zugelassen: Glucomannan trägt im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung zu Gewichtsverlust bei. Die Wirkung wurde für eine tägliche Aufnahme von 3 Gramm Glucomannan untersucht, verteilt auf drei Portionen zu je 1 Gramm, jeweils mit 1 bis 2 Gläsern Wasser vor den Mahlzeiten. Ob ein Produkt diese Menge liefert, steht auf der Packung. Ohne eine Verringerung der Kalorien insgesamt ist kein Gewichtsverlust zu erwarten. Der Effekt in Studien war zudem eher gering. Vitamine und Mineralstoffe braucht, wer sich in den Essensphasen ausgewogen ernährt, in der Regel nicht zusätzlich. Und Koffein überdeckt Müdigkeit, behebt aber nicht ihre Ursache.
WonderFast Erfahrungen: Was ist davon zu halten?
Im Internet finden sich viele positive Erfahrungsberichte, teils mit Angaben wie mehreren Kilo Gewichtsverlust in wenigen Wochen. Solche Einzelberichte sind kein Wirkungsnachweis: Wer abnimmt, isst meist auch insgesamt weniger, und negative Erfahrungen werden seltener veröffentlicht. Kritisch sind vor allem Erfahrungsberichte auf Seiten, die am Verkauf verdienen. Ein schneller Gewichtsverlust besteht außerdem oft zu einem großen Teil aus Wasser.
Nebenwirkungen und Warnhinweise
Unabhängige, veröffentlichte Tests, die WonderFast eine besondere Wirksamkeit bescheinigen, sind uns nicht bekannt. Wichtiger ist ein Sicherheitshinweis: Glucomannan quillt stark auf. Nehmen Sie es mit ausreichend Wasser ein; bei Schluckbeschwerden oder zu wenig Flüssigkeit besteht Erstickungsgefahr. Das EU-Recht schreibt deshalb einen entsprechenden Warnhinweis vor. Menschen mit Schluckstörungen oder Engstellen in Speiseröhre oder Darm sollten Glucomannan meiden. Möglich sind außerdem Blähungen, Völlegefühl und Verstopfung. Glucomannan kann die Aufnahme von Medikamenten verzögern, nehmen Sie diese deshalb mit zeitlichem Abstand ein. Wer Diabetesmedikamente nimmt, sollte die Einnahme vorher ärztlich besprechen.
Häufige Fragen zu WonderFast
Wie bereitet man den Drink zu?
Laut Anbieter wird das Pulver in Wasser eingerührt oder geschüttelt. Halten Sie sich an die angegebene Wassermenge und trinken Sie zügig danach, bevor das Glucomannan andickt. Trinken Sie zusätzlich ein großes Glas Wasser.
Wie oft sollte man ihn trinken?
Halten Sie sich an die Verzehrempfehlung auf der Packung und überschreiten Sie diese nicht. Mehr Glucomannan bringt keinen zusätzlichen Nutzen, erhöht aber das Risiko für Verdauungsbeschwerden.
Kann ich trotzdem Kaffee trinken?
Ja, aber rechnen Sie das Koffein aus dem Drink mit ein. Zu viel Koffein kann Herzklopfen, Unruhe und Schlafstörungen verursachen. Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten koffeinhaltige Produkte nur nach Rücksprache verwenden.
Ist das Fasten mit WonderFast flexibel?
Ja, der Drink lässt sich mit verschiedenen Formen des Intervallfastens kombinieren, etwa 16:8. Intervallfasten ist aber nicht für alle geeignet, zum Beispiel nicht für Schwangere, Menschen mit Essstörungen oder Diabetes ohne ärztliche Begleitung.
Gibt es auch Kritik?
Ja. Kritisiert werden vor allem die Werbeversprechen: Die zugelassene Wirkung von Glucomannan gilt nur im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung und ist eher klein. Ob das Fasten mit WonderFast besser gelingt als ohne, ist nicht untersucht. Dazu kommen Geschmack, Preis und mögliche Verdauungsbeschwerden. Am Ende ist WonderFast ein Hilfsmittel, keine Abkürzung.
Lohnt sich WonderFast?
Wer beim Intervallfasten mit Hunger kämpft, kann einen Ballaststoffdrink ausprobieren, wenn er die Warnhinweise beachtet. Notwendig ist er nicht: Ausreichend Wasser, ungesüßter Tee, ballaststoffreiche Mahlzeiten im Essensfenster und ein Fastenrhythmus, der zum Alltag passt, helfen oft genauso. Für eine dauerhafte Gewichtsabnahme zählen am Ende Ernährung und Bewegung. Stand Oktober 2026.

