Wann fängt das Fasten an?

Wann fängt das fasten an

Wann das Fasten anfängt, hängt davon ab, welches Fasten Sie meinen. Die christliche Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch, 2027 also am 10. Februar, und dauert 40 Tage bis Ostern, die Sonntage nicht mitgezählt. Der Ramadan, der Fastenmonat im Islam, beginnt 2027 voraussichtlich um den 8. Februar; der genaue Tag richtet sich nach der Sichtung der ersten Mondsichel nach Neumond. Ein persönliches Heilfasten beginnt dagegen, wann Sie es planen: mit ein bis zwei Entlastungstagen, auf die der erste Fastentag folgt. Beim Intervallfasten beginnt jede Fastenphase mit dem letzten Bissen der letzten Mahlzeit.

Die religiösen Fastenzeiten und ihr Beginn

Christliche Fastenzeit

In den westlichen Kirchen beginnt die Fastenzeit am Aschermittwoch und endet am Karsamstag vor Ostern. Weil Ostern jedes Jahr auf einen anderen Sonntag fällt, verschiebt sich auch der Aschermittwoch. Für das Jahr 2027 gilt: Aschermittwoch ist der 10. Februar, Karfreitag der 26. März, Karsamstag der 27. März und Ostersonntag der 28. März. In der katholischen Kirche sind Aschermittwoch und Karfreitag Fast- und Abstinenztage: Volljährige bis zum Beginn des 60. Lebensjahres essen an diesen Tagen nur eine volle Mahlzeit, auf Fleisch verzichten alle ab dem vollendeten 14. Lebensjahr. In den übrigen Wochen fasten die meisten Menschen heute freiwillig, indem sie auf einzelne Dinge verzichten, zum Beispiel auf Süßes, Alkohol oder das Smartphone. Die evangelische Aktion „7 Wochen Ohne“ beginnt ebenfalls am Aschermittwoch. In den orthodoxen Kirchen beginnt die Große Fastenzeit am „Reinen Montag“, 2027 am 15. März, weil das orthodoxe Osterfest erst am 2. Mai gefeiert wird.

Ramadan

Der Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders. Weil das Mondjahr etwa elf Tage kürzer ist als das Sonnenjahr, beginnt er jedes Jahr früher. 2027 beginnt er voraussichtlich um den 8. Februar; je nach Gemeinde und Sichtung der Mondsichel kann sich der Beginn um einen Tag verschieben. Gefastet wird täglich von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang, ohne Essen und ohne Trinken. Kranke, Schwangere, Stillende, Reisende und Kinder sind vom Fasten ausgenommen.

Wann beginnt der Körper zu fasten?

Unabhängig von Kalender und Tradition stellt sich die Frage, wann der Körper selbst in den Fastenzustand wechselt. Nach einer Mahlzeit ist er einige Stunden mit Verdauen beschäftigt. Ärztinnen und Ärzte sprechen bei Blutuntersuchungen nach etwa acht bis zwölf Stunden ohne Essen von „nüchtern“. Dann lebt der Körper zunehmend von seinen Vorräten, zuerst vom Glykogen in der Leber, das ungefähr einen Tag reicht. Die deutliche Umstellung auf den Fettstoffwechsel mit vermehrter Bildung von Ketonkörpern folgt meist erst am zweiten oder dritten Fastentag. Viele Fastende merken das daran, dass der Hunger dann nachlässt.

Rote Weintrauben im Gegenlicht der Sonne

Heilfasten: So beginnt die Fastenwoche

Ein Heilfasten nach Buchinger beginnt nicht abrupt, sondern in Stufen:

  1. Planung: Sie legen den Zeitraum fest und lassen vorher ärztlich prüfen, ob Fasten für Sie geeignet ist.
  2. Entlastungstage: Ein bis zwei Tage essen Sie leicht, etwa Obst, Gemüse, Reis, Kartoffeln oder Haferflocken. Kaffee, Alkohol, Süßes und Fleisch lassen Sie schon weg oder reduzieren sie.
  3. Erster Fastentag: Häufig wird der Darm zu Beginn entleert. Ab jetzt gibt es nur noch Wasser, Kräutertee, Gemüsebrühe und verdünnten Saft, insgesamt mindestens etwa 2,5 Liter am Tag.
  4. Fastenbrechen und Aufbautage: Das Fasten endet mit einem Apfel oder einer Suppe, danach folgen leichte Aufbautage.

Wer zum ersten Mal fastet, startet am besten mit einer kurzen Fastenzeit. Wie lange das erste Fasten dauern sollte, lesen Sie in unserem Beitrag Erstes Mal fasten: wie lange, einen genauen Ablauf finden Sie in der 3 Tage Heilfasten Anleitung. Fasten über fünf bis sieben Tage hinaus gehört nach der Leitlinie der Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung (ÄGHE) in ärztliche Begleitung.

Intervallfasten: Wann beginnt die Fastenphase?

Beim Intervallfasten beginnt die Fastenphase mit dem Ende der letzten Mahlzeit. Bei der Methode 16:8 heißt das zum Beispiel: Wer um 19 Uhr zu Abend isst, isst am nächsten Tag ab 11 Uhr wieder. Der größte Teil der Fastenzeit fällt so in die Nacht. Wasser, ungesüßter Tee und schwarzer Kaffee unterbrechen die Fastenphase nicht, Milch im Kaffee, Saft oder Snacks dagegen schon. Beim 5:2-Fasten beginnt der reduzierte Tag mit dem Aufstehen, beim wöchentlichen Fastentag nach dem Abendessen des Vortags.

Wann ist ein guter Zeitpunkt für den eigenen Fastenstart?

Für ein mehrtägiges Fasten eignet sich eine ruhige Woche, in der Sie sich zurückziehen können. Günstig ist ein Start am Wochenende, weil die ersten Fastentage oft am anstrengendsten sind. Ungünstig sind Wochen mit Prüfungen, Schichtdienst, langen Autofahrten, Leistungssport oder vielen Einladungen. Ebenso sollten Sie warten, wenn Sie gerade einen Infekt haben oder sich von einer Krankheit erholen.

Auch beim Beginn gilt: Nicht jeder sollte fasten. Schwangere und Stillende, Kinder und Jugendliche, Menschen mit Essstörungen oder Untergewicht sowie Menschen mit Typ-1-Diabetes verzichten darauf. Wer Medikamente einnimmt, deren Dosis beim Fasten angepasst werden muss, oder eine schwere Erkrankung hat, fastet nur nach ärztlicher Rücksprache. Welche Veränderungen der Verdauung Sie in den ersten Tagen erwarten können, beschreibt unser Beitrag Fasten Verdauung.