Abnehmen

Fasten: der passende Zeitraum

Fasten Zeitraum

Welcher Zeitraum zum Fasten passt, hängt davon ab, was Sie meinen. Die christliche Fastenzeit dauert 40 Tage vom Aschermittwoch bis Ostern, 2027 vom 10. Februar bis zum 27. März, Ostersonntag ist der 28. März 2027. Der Ramadan beginnt 2027 voraussichtlich um den 8. Februar, abhängig von der Mondsichtung, und dauert einen Mondmonat. Für eine gesundheitliche Fastenkur gibt es keine feste Jahreszeit, wohl aber sinnvolle Längen: ein Fastentag, drei Tage zum Einstieg, eine Fastenwoche mit fünf Fastentagen für Gesunde und längere Kuren nur mit ärztlicher Begleitung.

Dieser Beitrag ordnet die Zeiträume ein. Wann und wie die Fastenzeit genau beginnt, erklärt der Beitrag Wann fängt das Fasten an?.

Religiöse Fastenzeiten im Überblick

  • Christliche Fastenzeit: Aschermittwoch bis Karsamstag, 40 Tage ohne die Sonntage. 2027: 10. Februar bis 27. März. Der Termin wandert, weil Ostern auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond fällt.
  • Ramadan: ein Monat nach dem islamischen Mondkalender, der jedes Jahr etwa elf Tage früher beginnt. 2027 voraussichtlich ab dem 8. Februar für 29 oder 30 Tage, das Fest des Fastenbrechens folgt dann am 9. oder 10. März. Der genaue Beginn hängt von der Sichtung der Mondsichel ab und kann um einen Tag abweichen. Gefastet wird täglich von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang.
  • Jom Kippur: ein einzelner Fasttag von etwa 25 Stunden im Herbst, 2027 vom Abend des 10. Oktober bis zum Einbruch der Dunkelheit am 11. Oktober.

Wie lange eine Fastenkur dauern sollte

Bei gesundheitlich motiviertem Fasten zählt weniger das Datum als die Länge. Als Orientierung dienen die Leitlinie der Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung (ÄGHE) und die gängige Praxis:

  • Tägliche Essenspause, 14 bis 16 Stunden: Intervallfasten nach der 16:8-Methode. Für gesunde Erwachsene alltagstauglich und auf Dauer angelegt.
  • Ein Fastentag, 24 bis 36 Stunden: etwa einmal pro Woche. Für Gesunde meist gut verträglich.
  • Kurzfasten, 3 Fastentage: plus ein Entlastungstag und zwei Aufbautage. Ein Einstieg für Gesunde.
  • Fastenwoche für Gesunde: laut ÄGHE ein Entlastungstag, fünf Fastentage und zwei Aufbautage, insgesamt acht Tage. Zu Hause möglich, am besten mit einer ausgebildeten Fastenleitung.
  • Fastenkur über 5 bis 7 Tage hinaus: nur mit ärztlicher Begleitung. Die ÄGHE-Leitlinie nennt als Standard für eine ärztlich geleitete Fastenkur 7 bis 10 Fastentage, dazu einen Entlastungstag und drei Aufbautage.
  • Zwei bis vier Wochen: nur in einer Fastenklinik oder einem vergleichbar ärztlich überwachten Rahmen.

Fasten über ein bis zwei Tage hinaus ist grundsätzlich nur für gesunde Menschen gedacht. Wer zum ersten Mal fastet, beginnt besser mit einer kurzen Form. Welche Dauer sich für den Einstieg eignet, beschreibt der Beitrag Erstes Mal fasten: Wie lange?.

Schwimmer krault unter Wasser im Schwimmbecken

Den richtigen Zeitraum im Jahr wählen

Eine medizinisch beste Jahreszeit gibt es nicht. Viele fasten traditionell im Frühjahr, oft angelehnt an die kirchliche Fastenzeit, andere im Herbst. Wichtiger als die Jahreszeit ist Ihre persönliche Lage:

  • Wählen Sie eine ruhige Phase ohne Prüfungen, Umzug, Projektabschluss oder Familienfeste.
  • Planen Sie die Fastentage so, dass Sie sich ausruhen können, etwa über ein Wochenende oder im Urlaub zu Hause.
  • Fasten Sie nicht während eines Infekts, nach einer Operation oder in einer belastenden Lebensphase.
  • Nachtschichten, lange Autofahrten und körperlich schwere Arbeit vertragen sich schlecht mit mehreren Fastentagen.
  • Im Winter frieren viele beim Fasten stärker, im Hochsommer fällt das Trinken schwerer. Beides ist machbar, verlangt aber Aufmerksamkeit.

Was zum Fastenzeitraum dazugehört

Die Fastentage allein sind nur ein Teil. Zu jeder mehrtägigen Fastenkur gehören ein Entlastungstag davor mit leichter Kost und Aufbautage danach, an denen Sie die Mengen langsam steigern. Faustregel: Je länger das Fasten, desto länger der Aufbau. Wer diese Tage nicht einplant, bekommt beim Fastenbrechen leicht Verdauungs- und Kreislaufprobleme.

Während des gesamten Zeitraums trinken Sie ausreichend, beim Heilfasten mindestens 2,5 Liter am Tag, und bewegen sich moderat. Rechnen Sie deshalb bei einer Fastenwoche mit acht Tagen im Kalender und bei drei Fastentagen mit etwa sechs Tagen, nicht nur mit den reinen Fastentagen.

Für wen kein Fastenzeitraum passt

Für manche Menschen ist auch ein kurzer Zeitraum ungeeignet oder nur mit ärztlicher Begleitung möglich: in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kindern und Jugendlichen, bei Essstörungen und Untergewicht, bei Typ-1-Diabetes und schweren Erkrankungen sowie bei Medikamenten, deren Dosis beim Fasten angepasst werden muss. Auch im Ramadan und in der christlichen Fastenzeit sind Kranke, Schwangere und Stillende vom Fasten ausgenommen.

Wie oft ein Fastenzeitraum sinnvoll ist

Eine längere Fastenkur machen viele Menschen einmal im Jahr, manche zweimal. Kurze Formen wie ein wöchentlicher Fastentag oder das tägliche Intervallfasten sind auf Regelmäßigkeit angelegt. Wie häufig mehrtägiges Fasten sinnvoll ist und worauf Sie zwischen zwei Fastenkuren achten, lesen Sie im Beitrag Fasten: Wie oft im Jahr?.

Anzeige

Die Stoffwechsel Kur - Ernährung - Rezepte