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Tipps zum Heilfasten

Tipps Heilfasten

Die wichtigsten Tipps für das Heilfasten in Kürze: Wählen Sie eine ruhige Woche, reduzieren Sie Kaffee schon vorher, trinken Sie täglich mindestens etwa 2,5 Liter, bewegen Sie sich sanft an der frischen Luft, stehen Sie langsam auf, halten Sie sich warm und nehmen Sie die Aufbautage nach dem Fasten genauso ernst wie die Fastentage. Fasten Sie ohne ärztliche Begleitung höchstens 5 bis 7 Tage, und brechen Sie bei Warnzeichen ab.

Dieser Beitrag sammelt praktische Kniffe für die Zeit vor, während und nach dem Heilfasten. Einen fertigen Tagesablauf finden Sie im Heilfasten-Plan für 3 Tage, die Grundlagen zum Fasten in den eigenen vier Wänden im Beitrag Richtig Heilfasten zu Hause.

Tipps vor dem Fasten

1. Gesundheit kurz prüfen

Heilfasten ist für gesunde Erwachsene gedacht. Schwangere, Stillende, Kinder, Menschen mit Essstörungen, Untergewicht, Typ-1-Diabetes oder schweren Erkrankungen fasten nicht. Wer Medikamente nimmt, deren Dosis vom Essen abhängt, etwa Blutdruck- oder Diabetesmittel, klärt das vorher ärztlich. Das Fasten selbst ersetzt keine Behandlung.

2. Den richtigen Zeitraum wählen

Legen Sie das Fasten in eine Woche ohne Termindruck, Reisen oder Feiern. Die ersten beiden Fastentage sind am anstrengendsten. Wenn sie auf freie Tage fallen, wird der Einstieg leichter.

3. Kaffee und Alkohol vorher abbauen

Wer sonst mehrere Tassen Kaffee am Tag trinkt, bekommt beim abrupten Verzicht oft Kopfschmerzen. Reduzieren Sie Kaffee deshalb schon einige Tage vorher schrittweise. Auf Alkohol verzichten Sie ab dem Entlastungstag ganz.

4. Einkaufen und vorbereiten

Halten Sie Kräutertees, Gemüse für die Brühe, Saft, Äpfel und Zutaten für die Aufbautage bereit. Wer die Gemüsebrühe für mehrere Tage vorkocht, muss in der Fastenzeit nicht ständig in der Küche stehen, wo Essensgerüche den Hunger anheizen.

5. Nicht allein, wenn möglich

Gemeinsam fällt das Fasten vielen leichter. Fastengruppen, etwa an Volkshochschulen oder Familienbildungsstätten, bieten Anleitung durch ausgebildete Fastenleiterinnen und Fastenleiter.

Zwei herzförmige Schalen mit Obstsalat aus Erdbeeren, Kiwi und Trauben

Tipps während des Fastens

6. Trinken nach Plan

Mindestens etwa 2,5 Liter Wasser und ungesüßter Kräutertee am Tag sind die Basis. Eine Thermoskanne auf dem Schreibtisch und ein Glas Wasser nach jedem Toilettengang helfen, die Menge zu schaffen. Welche Getränke sich eignen, erklärt der Beitrag Heilfasten Tee und Wasser.

7. Den Kreislauf schonen

Schwindel beim Aufstehen ist beim Fasten häufig, weil der Blutdruck sinken kann. Setzen Sie sich morgens zuerst auf die Bettkante, bevor Sie aufstehen. Kühle Güsse an Armen und Beinen oder eine Wechseldusche bringen den Kreislauf in Schwung.

8. Täglich sanft bewegen

Ein Spaziergang von 30 bis 60 Minuten, leichtes Radfahren, Yoga oder Dehnübungen tun gut. Verzichten Sie auf intensives Ausdauertraining, schweres Krafttraining und Wettkämpfe. Hören Sie auf Ihren Körper und machen Sie Pausen.

9. Warm halten und gut schlafen

Viele frieren beim Fasten leichter. Warme Socken, eine Wärmflasche und warme Getränke helfen. Gönnen Sie sich mehr Schlaf als sonst und planen Sie mittags eine Ruhepause ein.

10. Mundpflege und Hunger

Ein belegter Zungenrücken und Mundgeruch sind beim Fasten normal. Gründliches Zähneputzen, eine Zungenbürste und Kräutertee helfen. Kommt Hunger auf, trinken Sie zuerst ein Glas Wasser oder Tee. Häufig ist es eher Appetit oder Gewohnheit, etwa zur üblichen Mittagszeit.

11. Warnzeichen ernst nehmen

Bei starkem Schwindel, Herzrasen, Ohnmachtsgefühl, anhaltendem Erbrechen oder Verwirrtheit brechen Sie das Fasten ab, essen eine leichte Suppe und holen bei anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat ein. Leichte Kopfschmerzen und Müdigkeit an den ersten Tagen sind dagegen häufig und meist harmlos.

Tipps für die Zeit nach dem Fasten

12. Aufbautage einplanen

Der häufigste Fehler beim Heilfasten ist ein zu schneller Wiedereinstieg. Planen Sie mindestens zwei Aufbautage ein, bei längerem Fasten entsprechend mehr. Beginnen Sie mit einem gedünsteten Apfel, dann folgen Suppen, Kartoffeln, gedünstetes Gemüse und Haferbrei in kleinen Portionen.

13. Langsam essen und gut kauen

Nach dem Fasten ist das Sättigungsgefühl oft schneller da als gewohnt. Wer langsam isst und gründlich kaut, bemerkt es rechtzeitig. Das ist eine gute Gelegenheit, alte Essgewohnheiten zu überdenken.

14. Realistische Erwartungen

Ein Teil des Gewichtsverlusts beim Fasten ist Wasser und Darminhalt und kommt nach dem Fasten zurück. Eine Entgiftung oder Entschlackung findet nicht statt, und auch Blutwerte verändern sich meist nur vorübergehend. Dauerhaft wirkt vor allem, was Sie nach dem Fasten anders machen, etwa mehr Gemüse, weniger Zucker und regelmäßige Bewegung.

Häufige Fragen zum Heilfasten

Darf ich während des Heilfastens arbeiten?

Bei einer Bürotätigkeit ist das für viele möglich, besonders ab dem dritten Fastentag. Bei körperlich schwerer Arbeit, Schichtdienst oder wenn Sie beruflich viel Auto fahren oder Maschinen bedienen, sollten Sie das Fasten in den Urlaub legen.

Was darf ich beim Heilfasten zu mir nehmen?

Wasser, Kräutertee, Gemüsebrühe, verdünnte Säfte und etwas Honig. Eine ausführliche Liste finden Sie im Beitrag Was ist beim Heilfasten erlaubt.

Wie oft im Jahr kann ich heilfasten?

Viele gesunde Erwachsene fasten ein- bis zweimal im Jahr, etwa im Frühjahr und im Herbst. Eine feste Regel gibt es nicht. Wichtig ist, dass zwischen den Fastenzeiten eine ausgewogene Ernährung steht.

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