Personal Trainer: Was macht ihn aus?

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Viele Menschen, die fitter und schlanker werden wollen, engagieren einen persönlichen Trainer und hoffen, dadurch schneller erfolgreich zu sein. Genauso ist für viele Sportler der Beruf des Personal Trainers im ersten Moment enorm attraktiv. Allerdings muss man, sowohl als Trainer als auch als Kunde, auf einige Aspekte achten, die einen guten Trainer ausmachen. Aber was genau macht einen guten Personal Coach aus?

Individualität spielt eine große Rolle

Kunden entscheiden sich nicht für das Training mit einem Personal Coach, um einen Trainingsplan von der Stange zu bekommen. Viel wichtiger ist es, eine Stunde zu planen, die ganz genau auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten ist. Hier spielen nicht nur die Ziele eine Rolle, sondern auch die sportliche Leistungsfähigkeit. Ebenso reicht es nicht, einfach den Plan abzuarbeiten. Stattdessen achtet ein professioneller Trainer stets auf eine richtige Ausführung und korrigiert diese unter Umständen, um für maximalen Erfolg und maximale Sicherheit zu sorgen.

Wie findet man gute Personal Coaches?

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Das Problem ist, dass die Bezeichnungen des Personal Trainers und Personal Coaches nicht geschützt sind, wodurch sich im Prinzip jeder so nennen kann – auch, wenn überhaupt keine Kenntnisse vorliegen. Allerdings ist es gar nicht so schwer, einen guten Trainer zu finden. So kann man zum Beispiel nach eventuellen Qualifikationen fragen, Freunde und Bekannte nach Erfahrungen fragen und auch auf speziellen Websites für professionelle Trainer nachschauen, ob der entsprechende Personal Coach dort gelistet ist. Ansonsten kann es sich auch lohnen, auf der Social Media Präsenz des Trainers nach Informationen zu suchen. Oft kann man sich dadurch schon einen guten ersten Eindruck verschaffen.

Muss ein Personal Coach gut ausgebildet sein?

In jedem Fall sollte ein Personal Coach gut ausgebildet sein. Hier geht es nämlich nicht nur um die bestmöglichen Erfolge der Klienten, sondern auch um deren Gesundheit. Da die Kunden dem Trainer eine Menge Vertrauen entgegenbringen und nicht selten auch eine Menge Geld zahlen, wäre es nicht vertretbar, sich ohne fundierte Kenntnisse um die Gesundheit der Kunden zu kümmern. Darüber hinaus sollte man auch darüber Bescheid wissen, wie der Körper funktioniert, wie biochemische Prozesse ablaufen und auch wissen welche Sportübungen individuellen Erfolg bringen. Es bringt nichts, oberflächlich irgendwelche neuartigen Trends auszuprobieren, die wissenschaftlich überhaupt nicht belegt sind.

Ein guter Coach sollte mindestens über eine Fitnesstrainer B-Lizenz und über eine Fitnesstrainer A-Lizenz verfügen. Darüber hinaus ist es äußerst hilfreich, in speziellen Nischen wie Ernährung oder funktionellem Training noch intensiver ausgebildet zu sein. Somit kann man sich auch auf bestimmte Bereiche spezialisieren und sich noch besser um die Bedürfnisse der Klienten kümmern. Auch Physiotherapeuten können sich zum Personal Coach „umschulen“ lassen, sollten dann aber entsprechende Schulungen im Bereich Trainingslehre und Aufbau der Trainingseinheiten besuchen.

Wie sollte der Kontakt mit dem Trainer aussehen?

Ein seriöser Personal Coach bietet interessierten Klienten ein unverbindliches Beratungsgespräch an, um über die Ziele und Vorstellungen zu sprechen. Darüber hinaus ist es von Vorteil, den Trainer kennenzulernen, da man mit ihm ja schließlich einige Zeit verbringen wird. Ein guter Personal Trainer wird immer ein solches Gespräch anbieten. Tut er das nicht, sollte man sich lieber nach einem anderen Trainer umschauen.

Wie läuft so ein Beratungsgespräch eigentlich ab?

In einem Beratungsgespräch werden zunächst die individuellen Ziele des Klienten konkretisiert. Außerdem wird darüber gesprochen, ob und wie man in der Vergangenheit bereits trainiert hat. Ebenso sollte auf jeden Fall darüber gesprochen werden, ob irgendwelche Vorerkrankungen oder Kontraindikationen vorliegen, die beim späteren Training berücksichtigt werden müssen. Auch sollte geklärt werden, wie das Training aufgebaut werden soll, wo es stattfindet und nicht zuletzt wie es mit der Bezahlung aussieht.

Schließlich wird ein Termin für die erste Trainingsstunde vereinbart. Im Rahmen dieser Stunde geht es hauptsächlich um die Vorerkrankungen und auch darum, ob und wie eventuelle Verletzungen bestimmte Übungen beeinträchtigen. Darüber hinaus wird auch die Einnahme verschiedener Medikamente berücksichtigt. Im Anschluss werden Tests hinsichtlich der Kraft, der Ausdauer und der Beweglichkeit durchgeführt. Auf Grundlage dieser Daten kann dann das Training und dessen Intensität geplant werden. Des Weiteren sollte das Gewicht, der Körperfettanteil und der Blutdruck überprüft werden. Falls es Probleme gibt, sollte der Hausarzt des Klienten kontaktiert werden.

Was man von einem Personal Coach erwarten kann

Grundsätzlich kann man von einem guten Personal Coach auch mehr als nur die Durchführung der Trainingsstunde erwarten. Ein guter Trainer gibt beispielsweise auch noch Empfehlungen im Hinblick auf die Ernährung, Kleidung, Equipment oder auch Nahrungsergänzungsmittel. Von einem Personal Coach sollte man allerdings nicht erwarten, dass er Wunder vollbringt und unrealistisch schnell die eigenen Ziele verwirklichen kann.

Sind Spezialisierungen nötig?

Hier kommt es darauf an, welche Leistungen der Trainer gerne anbieten möchte. Wenn ein Trainer zum Beispiel auch Gruppentrainings oder Trainings aus verschiedenen Bereichen anbieten möchte, sollten in diesen Bereichen natürlich auch die entsprechenden Qualifikationen und Spezialisierungen vorliegen. In jedem Fall sollten aber Kenntnisse im Bereich Einzeltraining vorliegen, denn darum geht es den meisten Kunden ja auch.

Welches Equipment wird benötigt? Und wo trainiert man?

An sich benötigt man für ein gutes Personal Training nicht viel Equipment. In den meisten Fällen reichen bereits ein paar (Kurz-) Hanteln, eine Matte und Hilfsmittel zur Belastungssteuerung wie Pulsuhren aus. Hier kommt es aber natürlich auch immer darauf an, was die Ziele des Klienten sind. Möchte der Kunde lieber im Bereich Bodybuilding Erfolge verzeichnen können, ist natürlich etwas mehr Equipment vonnöten. Hier bietet sich dann auch das Training in einem Fitnessstudio an. Ansonsten reicht ein kleiner Trainingsraum aus, der eventuell noch über eine Dusche verfügt. Wenn sowieso nicht viel Equipment benötigt wird, zum Beispiel beim Training mit dem eigenen Körpergewicht, kann das Training auch gut beim Kunden stattfinden, sofern dort genügend Platz ist.

Benötigt ein Personal Coach irgendwelche Soft Skills?

Da man viel Kontakt mit anderen Menschen hat, sind natürlich auch Soft Skills vonnöten. So muss man sich zum Beispiel in die Kunden hineinversetzen können und ein gutes Verhältnis mit den Klienten aufbauen können. Darüber hinaus sollte man auch gut zuhören können und auch in der Lage sein, die Kunden zu motivieren, wenn es mal ein bisschen schwerer wird. Nichtsdestotrotz sollte man aber auch direkt und seriös bleiben können.





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