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Hausmittel bei Mittelohrentzündung

Die Mittelohrentzündung entsteht durch eine Entzündung der Schleimhäute. Besonders Kinder sind von der Entzündung des Mittelohres betroffen. Auch bei Erwachsenen kommt eine Mittelohrentzündung relativ häufig vor, jedoch deutlich seltener als bei jungen Menschen.

Die durch Viren oder Bakterien verursachte Entzündung heilt oft innerhalb weniger Tage von selbst wieder ab, allerdings kann eine schwere Entzündung auch einige Komplikationen hervorrufen. Wir erklären Ihnen, auf welche Symptome Sie unbedingt achten sollten und geben Ihnen wichtige Tipps zur Behandlung einer Mittelohrentzündung.

So erkennen Sie die Symptome einer Mittelohrentzündung

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Eine Mittelohrentzündung ist eine Entzündung der Schleimhäute im Mittelohr. Oft treten die Schmerzen plötzlich und unerwartet auf. Besonders in der Nacht und abends treten die Schmerzen verstärkt auf.

Die Mittelohrentzündung entsteht meist aus einer Entzündung des Nasen-Rachen-Raumes. Die Bakterien wandern vom Nasen-Rachen-Raum in das Mittelohr, wo sie sich rasch vermehren und ihr Unheil anrichten.

Das Mittelohr und der Nasen-Rachen-Raum werden über die Ohrtrompete miteinander verbunden. Bei Kindern ist die Ohrtrompete wesentlich kürzer, sodass sie wesentlich anfälliger für Entzündungen sind.

Eine akute Mittelohrentzündung macht sich durch einen starken, pulsierenden Schmerz bemerkbar. Die Betroffenen berichten von einer verminderten Hörfähigkeit. Doch gewaltige Schmerzen und eine verminderte Hörfähigkeit sind nicht die einzigen Symptome der Mittelohrentzündung.

Zusätzlich können die Betroffenen an Fieber, Gleichgewichtsstörungen, Ohrgeräuschen, Kopfschmerzen und Herzrasen leiden. Außerdem wird eine Mittelohrentzündung von einem schlechten Allgemeinbefinden begleitet.

Durch die Infektion wird das Mittelohr schlecht belüftet. Die Bakterien sammeln sich und es kommt zu Flüssigkeitsansammlungen. Außerdem ist das Trommelfell gerötet und gerät unter Druck. Wird der Druck zu groß, entsteht ein Riss, durch den das Sekret nach außen ablaufen kann.

Allerdings muss der Ohrfluss kein Indiz für eine Mittelohrentzündung sein. Oft leiden die Betroffenen nur unter Fieber und Abgeschlagenheit.

 

Ist eine Mittelohrentzündung ansteckend?

Grundsätzlich ist eine Mittelohrentzündung nicht ansteckend. Ansteckend ist lediglich nur die Erkältung, die meist einer Mittelohrentzündung vorausgeht.

Sollten Ihr Kind oder Sie selbst an einer Mittelohrentzündung erkrankt sein, dann brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, dass Sie jemanden anstecken könnten. Wenn Sie jedoch Husten oder Schnupfen haben, sollten Sie ein paar hygienische Vorschriften beachten, um Ihre Mitmenschen nicht zu gefährden.

Sollte der Mittelohrentzündung keine Erkältung vorausgehen, und sind nur die Schleimhäute des Mittelohres von einer Entzündung betroffen, können Sie davon ausgehen, dass die Mittelohrentzündung nicht ansteckend ist.

Liegt eine akute Entzündung vor, dann dauert die vollständige Heilung der Mittelohrentzündung ungefähr ein bis zwei Wochen. Liegt jedoch eine bakterielle Mittelohrentzündung vor, dann kann die Einnahme von Antibiotika sehr hilfreich sein. Die Einnahme von Antibiotika ist meist sogar notwendig. 

 

Das sind die Ursachen einer Mittelohrentzündung

Eine Mittelohrentzündung kann unter drei verschiedenen Ursachen entstehen. Entweder sind die Viren aus dem Nasen-Rachen-Raum in das Mittelohr gelangt. Durch die geschwollenen Schleimhäute wird das Mittelohr nämlich zu wenig belüftet und die Bakterien können sich ohne jeglichen Widerstand verbreiten.

Ein defektes Trommelfell kann eine andere Ursache für eine Mittelohrentzündung sein. Dementsprechend wandern die Erreger durch das defekte Trommelfell in das Mittelohr und richten dann dort ihren Schaden an.

Ein defektes Trommelfell kann zum Beispiel entstehen, wenn Sie ein Wattestäbchen nicht richtig benutzen. Eine Infektion des Mittelohres kann jedoch auch über die Blutbahn eintreten. Die Viren einer Masern-Erkrankungen können zum Beispiel so den Weg zum Mittelohr finden. 

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Wie behandelt man eine Mittelohrentzündung?

Wenn man an einer Mittelohrentzündung erkrankt ist, sollte man strikte Bettruhe einhalten. Zusätzlich verschreibt Ihnen der Arzt entzündungshemmende Medikamente, um die Schmerzen zu reduzieren.

Da Fieber ein Begleiter der Mittelohrentzündung ist, wird der Arzt Ihnen außerdem ein fiebersenkendes Medikament verschreiben. Damit Sie die zusätzlichen Symptome bekämpfen können, sollten Sie Nasentropfen oder Nasenspray verwenden. Wenn Sie nämlich die Mittelohrentzündung aufgrund eines Schnupfens bekommen haben, können Sie so für ausreichend Belüftung sorgen.

Sprechen Sie jedoch bezüglich der Medikamenteneinnahme immer mit Ihrem Arzt. Wie lange müssen Sie die entzündungshemmenden und fiebersenkenden Medikamente zu sich nehmen? Nasenspray sollten Sie zudem nicht länger als eine Woche anwenden. Das Risiko einer nicht abschwellenden Schleimhaut in der Nase ist einfach zu groß.

Sollten Sie an sich einen Ohrfluss bemerken, können Sie diesen mit lauwarmem Wasser und einem sauberen Wattestäbchen abtupfen. Außerdem berichten viele Patienten, dass die Behandlung mit wärmendem Rotlicht wahre Wunder wirken soll.

Viele Betroffene schwören jedoch auch auf eine abgekochte Zwiebel in einem Säckchen, das man auf das schmerzende Ohr legt. Viele empfinden die Dämpfe der abgekochten Zwiebel als angenehm und schmerzlindernd.

Ohrentropfen werden heutzutage nur noch selten verabreicht, da sie nur wirksam sind, wenn das Trommelfell bereits Risse aufweist. Ansonsten können die Ohrentropfen nicht in das Mittelohr gelangen.

Behandelt man eine Mittelohrentzündung mit Antibiotika, heilt die Entzündung meist nach ein paar Tagen wieder ab. Wichtig ist, dass Sie nicht zu voreilig wieder in ihr normales Leben starten. Klären Sie die Entzündung mit einem Arzt ab und halten Sie das schmerzende Ohr stets unter Beobachtung. 

 

Können bei einer Mittelohrentzündung Komplikationen auftreten?

Wenn eine Mittelohrentzündung nach Einnahme von entsprechenden Medikamenten nicht heilen sollte, kann sich eine Mastoiditis entwickeln. Wenn sich die defekte Ohrtrompete nach Behandlung nicht wieder selbst heilen kann, stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Auswahl. 

Zuerst wird mit dem Vasalva-Manöver versucht, Luft in die geschlossene Nase zu pusten. Halten Sie einfach den Mund und Ihre Nase mit Ihren Fingern geschlossen. Können Sie den Unterdruck mit dieser Methode wieder ausgleichen? Eine andere Möglichkeit wäre die Nase künstlich mit einem speziellen Ballon zu belüften.

Sollte das Trommelfell noch nicht geplatzt sein, kann der behandelnde Arzt durch einen kleinen Schnitt im vorderen Bereich des Trommelfells, das Sekret zum Ablaufen bringen. Dieses Vorgehen nennt man Parazentese.

Sollten alle Behandlungen nicht wirken, können Komplikationen entstehen. In diesem Fall kann ein operativer Eingriff notwendig sein. Damit eine Mittelohrentzündung gar nicht erst entstehen kann, sollten Sie einige vorbeugende Tipps verinnerlichen:

Benutzen Sie bei einer Erkältung rechtzeitig Nasenspray, um eine gute Belüftung des Mittelohrs zu gewährleisten.

Ihr Kind sollten Sie vorsorglich gegen Pneumokokken impfen lassen.

Reinigen Sie Ihre Ohren nur äußerlich mit einem Wattestäbchen. Wenn Sie Ihre Ohren reinigen lassen wollen, gehen Sie zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder zu Ihrem Hausarzt.

Sollten Sie bereits erkältet sein, dann vermeiden Sie Schwimmbäder und gehen Sie nie mit feuchten Haaren in Zugluft.

Trinken Sie ausreichend viel Wasser. Täglich sollten Erwachsene 1,5 bis 2 Liter Wasser zu sich nehmen.

Wenn Sie diese vorbeugenden Tipps verinnerlicht haben, ist das Risiko an einer Mittelohrentzündung zu erkranken sehr gering.

 

Autor: Marco Reuter

Veröffentlicht von: Life-in-balance.net

Bilder von Pixabay

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