Bestatter in Umbruchsstimmung

bestatter stuttgart

Das Leben besteht aus stetigen Veränderungen. Immer wieder müssen wir uns mit neuen und ungewohnten Situationen beschäftigen. Ein Thema war davon jedoch deutlich weniger betroffen.

Das Sterben gehört mit zum Leben dazu. Nachdem Ableben kümmern sich die Hinterbliebenen um die Bestattung. Seit vielen Jahrhunderten gab es genau in diesem Bereich kaum Veränderungen.

Die Tradition und die Religion waren die Bestandteile für den Abschied. In den letzten Jahren ist hier jedoch eine deutliche Veränderung zu sehen. Bestatter im Raum Stuttgart, Hamburg oder auch Berlin sind sich hier einig.

Bestatter berichten über die Veränderungen

In den letzten Jahrzehnten gab es immer mal wieder minimale Veränderungen, was die Bestattung angeht. Hierbei handelte es sich in der Regel um die Art der Gräber. Vor dem zweiten Weltkrieg waren Familiengruften nicht unüblich.

Diese wurden anschließend von Familiengräbern mit einer schönen Bepflanzung abgelöst. Aber auch diese Art der Gräber verlieren langsam ihren Reiz. Feuerbestattungen oder auch die letzte Ruhestätte unter dem grünen Rasen sind immer beliebter geworden.

Aktuell berichten nicht nur Bestatter aus Stuttgart, sondern aus ganz Deutschland jedoch über eine deutliche Kehrtwende, was den gesamten Ablauf der Bestattung und der Trauerfeier anbelangt.

Die Art der Bestattungen

Etwas, was auch Laien sofort ins Auge sticht, ist die Art der Bestattung. Bis zu 60 % der Bestattungen bestehen aus Urnen. Die Feuerbestattung ist eine der häufigsten Arten. Jedoch spielen dabei nicht immer die Kosten eine Rolle.

Die Einstellungen der Menschen hat sich verändert. Immer mehr wünschen sich nach dem Tod eine Urnenbestattung. Der Gedanke an das Verbrennen stört sie dabei weniger. Das Gegenteil ist hier eher der Fall.

Noch vor einigen Jahrzehnten hatte das Grab auf dem Friedhof auch einen repräsentativen Zweck. Die Bepflanzung und die Pflege haben einen sehr hohen Stellenwert gehabt. Heute haben die Menschen hierfür keine Zeit mehr und setzen ihre Prioritäten anders.

Der Wandel der Trauerfeier

Ob nun nach einer langen Krankheit, einem plötzlichen Herzinfarkt oder durch einen Unfall. Der Tod kann auf unterschiedlicher Weise in unser Leben treten. Trotz der vorhandenen Trauer und den Gefühlen müssen Angehörige sich Gedanken über die Trauerfeier machen.

Die religiösen und rationellen Bestandteile werden dabei immer weniger. Es soll deutlich bunter, fröhlicher und vor allem persönlicher gestaltet sein. Der individuelle Abschied ist vielen mittlerweile sehr wichtig.

Nur noch rund die Hälfte aller Trauerfeiern in Deutschland finden in kirchlichen Einrichtungen statt. Die Lieblingslieder oder Bilder des Verstorbenen nehmen hierbei einen Platz ein. Ebenso treten klassische Gebet oder ein Psalm deutlich in den Hintergrund.

Bestatter landesweit müssen sich anpassen

Der Beruf des Bestatters wird immer vielseitiger. Längst geht es nicht mehr nur darum zu informieren über die möglichen Särge oder der Auswahl der Blumen auf der eigentlichen Bestattung.

Auch in diesem Bereich ist der Wandel spürbar. Angehörige fordern keinen gleichbleibenden Ablauf, wie es noch vor 20 Jahren der Fall war. Mitbestimmung ist es, was immer präsenter wird.

Gestaltung der Urne oder des Sargs, eine eher bunte und fröhliche Trauerfeier direkt am Grab oder vielleicht auch etwas Bodenständiges im Friedwald. Die Arten der Bestattungen werden immer mehr zu einem Event, dem der Bestatter gerecht werden muss.

bestattung grab

Die Kosten sind nur ein Grund für den Wandel

Das Leben und auch der Tod drehen sich ums Geld. Eine Bestattung bringt nicht nur die Trauer und Frustration mit sich. Die Angehörigen möchten natürlich die Wünsche des Verstorbenen berücksichtigen, jedoch ist das vielen finanziell nicht möglich.

Die Kosten für die Bestattung bestehen nicht nur aus der Wahl des Sargs oder der Urne. An diesen Stellen kommen deutlich per Posten zum Tragen. Die Sterbeurkunde oder auch die Leichenschau sind dabei die kleinsten Positionen.

Nachdem Tod kommt nicht nur der Bestatter, sondern auch der Friedhof mit auf die Rechnung. Soll die Beisetzung im Meer oder Wald stattfinden, dann ist auch dieses Vorhaben nicht kostenlos.

Für eine klassische und traditionelle Erdbestattung wie sie noch vor einigen Jahrzehnten üblich war, können folgende Kosten anfallen:

  • Sterbeurkunde                        7 Euro
  • eventuelle Leichenschau       20 bis 230 Euro
  • Friedhofsverwaltung              640 bis 1430 Euro
  • Bestatter                                 1020 bis 7800 Euro
  • Grabnutzung                          180 bis 750 Euro
  • Steinmetz                               800 bis 7500 Euro

In diesen Positionen sind die grundlegenden Dinge enthalten. Der Bestatter hat dabei die umfangreichste Auflistung. Neben dem Sarg oder der Urne stehen hier die Kleidung, die Pflege und das Überüberführen des Toten auf dem Plan.

Dazu kommen noch Kosten für die Aufbahrung und Dekoration, Formalitäten, Anzeigen in der Zeitung, Trauerrede und Musik sowie den anschließenden Kaffee, Tee und Kuchen für Angehörige und Familien.

Je hochwertiger der Sarg oder auch der Stein, desto umfangreicher wird am Ende auch die Rechnung. Hierbei ist es also kein Wunder, dass die Menschen immer mehr Mitbestimmung möchten. Auf diese Weise lassen sich die Kosten rapide senken.

Wichtig ist es zu wissen, dass die Bestatter in Stuttgart, Hamburg oder Berlin immer nur Berater sind. Angehörige müssen sich nicht an die Vorschläge halten und können viele Dinge in Eigenregie durchführen.

Gründe für den die Umbruchstimmung in der Gesellschaft

Neben den Kosten ist es aber auch die Gesellschaft, die sich in ihrer Denkweise sehr geändert hat. Bis vor einigen Jahrzehnten war die Kirche ein fester Bestandteil in vielen Familien. Sie gab den Menschen halt und war ein Ort der Hoffnung.

Immer mehr Menschen kehren der Kirche jedoch den Rücken. Der Glaube verebbt immer mehr und nur noch wenige wünschen sich klassische Gebiete oder Lieder während der Trauerfeier. Damit gerät die Kirch ins Abseits.

Ein weiterer Faktor für den Wandel ist die Zugehörigkeit. Kaum jemand legt heute noch einen gesteigerten Wert auf den Friedhof zu gehen, um an die Verstorbenen zu denken. Viel mehr ist dieser Ort überflüssig geworden.

Denken an die Verstorbenen kann man auch bequem zu Hause. Solange man über sie redet, bleiben sie präsent. Außerdem haben viele Menschen schlicht weg keine Zeit mehr für die ausgiebigen Besuche und die Pflege der Gräber.

Neben den Kosten und der Verlust der Kirche ist also auch die Zeit ein wichtiger Faktor, warum sich die Branchen so sehr im Wandel befindet. Einfach, übersichtlich und nicht belastend soll der Tod nach Möglichkeit sein.

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