Der CBD Boom und seine Folgen

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CBD Öl hat schmerzlindernde und entspannende Wirkungen.

Ist das Cannabisverbot noch zeitgemäß?

Jahrzehntelang war das Verbot von Cannabis in den Köpfen und Gesetzen zumindest in der westlichen Hemisphäre einzementiert. Zwar öffneten sich wenige Länder wie Kanada, Uruguay und einige US-amerikanische Staaten, weil sie das enorme wirtschaftliche Potenzial der Hanfpflanze erkannten. Dort ist der Anbau legalisiert und der Konsum weitestgehend liberalisiert. Auch in Deutschland hatte man Mitte der 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts berechtigte Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation. Wurde doch der Konsum von kleinen Mengen unter Straffreiheit gestellt. Ganz trauten die Verantwortlichen dem Braten aber nicht. Ging der offizielle Besitz doch mit der Meldung nach Flensburg einher und der Anwender gerät in Gefahr, die Fahrerlaubnis einzubüßen, auch wenn er nicht am Lenkrad erwischt wird. Zudem stockte die Entwicklung einer weiterführenden Liberalisierung dahin gehend, dass der Kauf und Verkauf ebenso wenig entkriminalisiert wurde wie der Besitz.

Erst 2017 kam wieder etwas Bewegung in den Prozess. Dürfen doch Cannabisprodukte jetzt auf Rezept verschrieben werden, wenn alle anderen Therapien nicht mehr anschlagen. Vorschub leistete dabei Cannabidiol (CBD), ein Wirkstoff der Hanfpflanze, welcher besonders als 50 Prozent CBD Präparat im Vollspektrum schmerzlindernde und entspannende Wirkungen zeitigt. CBD hat im Gegensatz zu THC (Tetrahydrocannabinol) keinerlei psychoaktive Wirkung und kann in diversen Online-Shops legal käuflich erworben werden.

Das Cannabisverbot in seiner Historie

Auf der Suche nach den Ursachen des Verbots der Hanfpflanze landet man unweigerlich im Amerika der Prohibitionszeit. Vorher war Hanf in vielen Kulturen als vielseitige Nutzpflanze angesehen, aus der Stoffe, Papier, Schmerzmittel, Öle und Treibstoffe gewonnen werden können.

Die berauschende Wirkung war eher ein Nebeneffekt, der gerne akzeptiert wurde. Genau diese Vorzüge machten die Pflanze aber zum Spielball wirtschaftlicher und politischer Interessenkonflikte.

Finanzstarke Gegner aus der Wirtschaft

So sahen die einflussreiche Holz- und Zellstoffindustrie ebenso wie die immer noch mächtigen Baumwollpflanzer ihre Pfründe in Gefahr. Wurden doch bis dahin hochwertiges Papier und Stoffe aus Hanffasern gefertigt. Vor allem aber die aufkommende Kunstfaserindustrie sah in der Hanfpflanze eine Konkurrenz für ihre Textilwaren auf Nylonbasis.

Am lautesten schrien aber die Vertreter der Erdölraffinerien, dachte doch Henry Ford laut darüber nach, seine Motoren mit Hanfdiesel anzutreiben. Die finanzstarke Pharmalobby vollendete das Quintett, dass seine Gewinne durch die billigen, aber qualitativ hochwertigen Hanfprodukte bedroht sahen. War doch gerade Aspirin erfunden worden und versprach einen riesigen Markt.

Politische Hexenjagd

Vielleicht hätten es die Großen Fünf nicht geschafft, Hanf derart zu marginalisieren, dass ein nützliches Produkt so nachhaltig auf den Verbotslisten vieler Staaten landete. Dafür brauchte es politische Unterstützung. Diese war gefunden in Person von Harry J. Anslinger. Der gute Mann stand dem mächtigen Ministerium für Prohibition vor, just in dem Moment, als diese 1933 gekippt wurde. Hatte das 13-jährige Verbot von Alkohol doch genau die gegenteiligen Effekte, die gewünscht waren. Durch den Schmuggel stieg die Kriminalitätsrate in ungeahnte Höhen. Die amerikanische Bevölkerung erhielt nur noch minderwertige, gepanschte Waren und die Verteilung nahm mafiöse Strukturen an.

So sah sich Mister Anslinger als Führer einer mächtigen Institution, welche von einem Tag auf den anderen ohne Arbeit dastand. Nach kurzem Überlegen wurde THC als neues Übel ausgekoren. Werbekampagnen arbeiteten an der Zerstörung des Rufes der Pflanze. Internationales Niveau bekam die Verfolgung dadurch, dass Anslinger ab 1947 für die Vereinten Nationen zum Drogenbeauftragten berufen wurde, wo er seine kruden Thesen weiterverfolgte und die Weltgemeinschaft bis 1970 beeinflussen konnte. Bis heute bleibt bezüglich der Drogenproblematik das unter der Ägide Anslingers ratifizierte Einheitsabkommen über Betäubungsmittel von 1961 eines der wichtigsten Papiere der UN.

Rechtslage heute

So war schon immer das Problem, dass THC und Hanf bzw. Cannabis über einen Kamm geschert wurden. Deshalb macht CBD Hoffnung. Vor ein paar Jahren noch Lifestyle-Produkt an der amerikanischen West-Coast, werden doch immer mehr positive Eigenschaften der Hanfpflanze wiederentdeckt. Anwender berichten von signifikanten Wirkungen in der Stressbewältigung und der Schmerztherapie.

Und so ist die Hoffnung, dass die Rechtslage in Deutschland endlich fortschreitet und dass die Hanfpflanze mit einer Legalisierung Schritt für Schritt wieder die Reputation gewinnt, die ihr eigentlich zusteht.

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