Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI auf Grundlage der verlinkten Quellen erstellt. Er ersetzt keine ärztliche Beratung.
Nach den sonnenintensiven Sommermonaten suchen viele Verbraucherinnen und Verbraucher nach schonenden Methoden, um sonnenstrapaziertes Haar wieder zum Strahlen zu bringen. Physikalische Haartönungen bieten dabei eine Möglichkeit, die Farbintensität zu erneuern, ohne das Haar mit oxidativen Chemikalien weiter zu belasten.
Physikalische Haartönungen (Level 1): Funktionsweise und Eigenschaften
Physikalische Tönungen, auch Direktzieher genannt, haften ausschließlich durch eine physikalische Anbindung an die äußere Schuppenschicht (Cuticula) des Haares. Dabei kommen kationische (basische) Farbstoffe zum Einsatz, deren positive Ladung sie wie kleine Magnete an die negativ geladene Haaroberfläche bindet. Der Farbstoff wird salzartig, also über Ionen- bzw. elektrostatische Bindungen, an die Cuticula angeheftet und kann bei stark porösem Haar bis in den Cortex (innerer Haarschaft) vordringen. Haut.de (2022)
Poröse Haarstellen nehmen Farbstoffe intensiver auf, sodass die Farbe dort dunkler erscheint. Ungewaschenes Haar und ein vorheriger Hautschutz entlang der Haaransätze und den Ohren verhindern ein Ausbluten der Farbstoffe auf die Haut und erhöhen die Farbintensität.
Verbraucher sollten bei der Produktauswahl auf die standardisierte Einteilung achten: Echte Haartönungen zählen zur Stufe Level 1 und arbeiten rein physikalisch ohne Oxidationsmittel. Wie das Fachportal haut.de im Jahr 2022 erläutert, wäscht sich diese Nuancierung nach rund sechs bis acht Haarwäschen schrittweise heraus, weshalb kein sichtbarer Haaransatz entsteht. Allerdings lassen sich Naturhaare mit diesem Verfahren grundsätzlich nicht aufhellen. Wer graue Haare abdecken möchte, stößt bei rein physikalischen Produkten ebenfalls an Grenzen, da sie lediglich für einen Weißanteil von bis zu 30 % konzipiert sind.
Haltbarkeit von Level 1-Tönungen
- 6-8 Haarwäschen (reversibel, kein Ansatz)
- Maximale Grauabdeckung: bis zu 30 % (nur äußere Anlagerung)
Oxidative Colorationssysteme (Level 2 und Level 3)
Im Gegensatz zu Level 1-Tönungen enthalten oxidative Systeme Oxidations- und Alkalisierungsmittel. Sie dringen tiefer in den Haarschaft ein, indem sie die Cuticula vorübergehend öffnen und die Farbpigmente oxidativ binden.
Intensivtönungen (Level 2)
- Haltbarkeit bis zu 24 Haarwäschen
- Oxidativ wirkend, teilweise Eindringen in den Haarschaft
Die Haltbarkeit und Wirkungsweise dieser Produkte wird ebenfalls von haut.de (2022) belegt.
Permanente Haarfarben (Level 3)
Level 3-Farben beruhen vollständig auf oxidativen Prozessen und führen zu einer dauerhaften Veränderung der Haarpigmente. Sie können das Haar sowohl dunkler machen als auch aufhellen, benötigen jedoch ein stärkeres chemisches Eingreifen.
Biophysikalischer Hintergrund der sommerlichen Haarschädigung
UV-Strahlung im Sommer spaltet die disulfid-basierten Schwefelbrücken im Keratin und oxidiert die natürlichen Pigmente Eumelanin und Phäomelanin. Diese Prozesse führen zu einer Mattigkeit des Haares, einer erhöhten Porosität und einer offenen Cuticula, die im Herbst besonders stark ausgeprägt ist.
Durch die offene Cuticula können kationische Farbstoffe besonders stark an den porösen Spitzen haften und dort intensiver wirken. Ohne vorherigen Strukturausgleich kann dies zu ungleichmäßigen Farbresultaten führen.
Praktische Anwendungshinweise und mögliche Risiken
Um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen, sollten folgende Schritte beachtet werden:
- Schutz der Haut von Stirn bis Haaransatz und hinter den Ohren mit einer handelsüblichen Hautcreme.
- Verzicht auf frisch gewaschenes Haar – leichtes Nachfetten fördert die Farbanhaftung.
- Auftrag auf trockenes, frei von Stylingprodukten befindliches Haar.
- Einsatz eines leichten Struktur-Ausgleichs oder einer feuchtigkeitsspendenden Pflege vor der Tönung, um das Risiko von Farbabsaufen zu reduzieren.
Zu den bekannten Gegenmaßnahmen zählen die Vermeidung von Aufhellungen mit physikalischen Tönungen (da diese keine Aufhellung ermöglichen) und das Bewusstsein, dass stark poröse Haarpartien mehr Farbmoleküle aufnehmen, was zu fleckigen Ergebnissen führen kann.
FAQs zu physikalischen Haartönungen
Kann eine physikalische Tönung das Haar aufhellen?Nein. Ohne Oxidations- und Alkalisierungsmittel lagern physikalische Tönungen lediglich Farbpigmente an und können die Naturpigmente nicht aufhellen.Warum hält die Farbe auf porösem Haar oft ungleichmäßig?Aufgerauter Schuppenschicht lässt Farbstoffe tiefer in den Cortex eindringen, wodurch stark strapazierte Spitzen dunkler wirken als intakte Ansatzbereiche.
Fazit
Physikalische Haartönungen (Level 1) stellen eine schonende Alternative zu oxidativen Colorationsverfahren dar. Sie beruhen auf einer rein physikalischen Anhaftung von Direktziehern an der Cuticula, sind reversibel und eignen sich vor allem für die schnelle Auffrischung nach sonnengestresstem Haar. Die Haltbarkeit liegt bei sechs bis acht Haarwäschen, und die maximale Abdeckung von grauen Haaren beträgt etwa 30 %.
Im Vergleich dazu ermöglichen oxidative Intensivtönungen (Level 2) eine längere Haltbarkeit von bis zu 24 Waschgängen, während permanente Haarfarben (Level 3) tiefere und dauerhafte Farbveränderungen bewirken, jedoch mit stärkerer chemischer Belastung einhergehen.
Ein fundiertes Verständnis der Haarstruktur, der sommerlichen Schädigungsmechanismen und der klaren Unterscheidung der Colorationsstufen hilft Verbraucherinnen und Verbrauchern, das passende Produkt zu wählen und unerwünschte Farbflecken zu vermeiden.
Weiterführende Informationen zu den genannten Produkten und Studien finden Sie auf den Webseiten von Haut.de – Tönungen & Direktzieher, Haut.de – Permanente Haarfarben und Haut.de – Sonne und Haar.















