Ivoclar hat sein Farbspektrum für Prothesenbasen und die multichromatische CAD/CAM-Frässcheibe Ivotion Dent Multi deutlich erweitert. Durch die Einführung der Gingivafarbe D sowie fünf neuer Zahnfarben (A4, B2, C3, C4, D3) stehen Zahntechnikern und Zahnärzten nun 14 Farbtöne zur Verfügung. Diese Erweiterung ermöglicht eine präzisere, alters- und typspezifische Individualisierung von Total- und Teilprothesen im digitalen Workflow, ohne dass zeitaufwendige manuelle Nachbearbeitungen nötig sind.
Erweiterte Farbauswahl für Prothesenbasen – Gingivafarbe D
Die neue Gingivafarbe D ergänzt das Premiumsegment der Prothesenbasismaterialien. Sie ist sowohl für digitale Werkstoffe (Ivotion, Ivotion Base) als auch für etablierte analoge bzw. gießfähige Basiskunststoffe (IvoBase Hybrid, IvoBase High Impact, ProBase Cold) verfügbar. Damit können unterschiedliche Weichgewebetöne differenzierter abgebildet und gezielt auf individuelle Patientenbedürfnisse abgestimmt werden.
- Digitale Werkstoffe: Ivotion, Ivotion Base
- Analoge Basiskunststoffe: IvoBase Hybrid, IvoBase High Impact, ProBase Cold
- Ermöglicht präzise Anpassung an verschiedene Gingiva-Pigmentierungen
Fünf neue Zahnfarben für Ivotion Dent Multi
Ivotion Dent Multi erhält fünf zusätzliche Zahnfarben: A4, B2, C3, C4 und D3. Vorher standen neun Farbtöne (BL3, A1, A2, A3, A3.5, B1, B3, C2, D2) zur Verfügung. Mit den neuen Nuancen wächst das Gesamtangebot auf 14 Farbtöne – ein deutliches Plus für die Versorgung älterer oder ästhetisch anspruchsvoller Patientengruppen, bei denen dunklere und gesättigtere Zahntöne benötigt werden.
- Neue Farben: A4, B2, C3, C4, D3
- Gesamtzahl der verfügbaren Zahnfarben: 14 (Stand 2026)
- Erweiterung deckt ein breiteres VITA-Farbspektrum ab
Mit der Vergrößerung des Portfolios auf insgesamt 14 Zahnfarben schließt Ivoclar eine wichtige Lücke in der Versorgung älterer oder ästhetisch anspruchsvoller Patientengruppen. Bislang standen vor allem helle und mittlere Grundfarben im Fokus digitaler Frässcheiben. Die Aufnahme gesättigter Töne wie A4, C3 oder C4 ermöglicht es Zahntechnikern nun, auch bei fortgeschrittenem Alter der Patienten naturgetreue Versorgungen ohne aufwendiges Nachbemalen umzusetzen (Ivoclar, 2026). In Kombination mit der neuen Gingivafarbe D lässt sich das Zusammenspiel zwischen Prothesenbasis und Zahnfleischsaum noch gezielter an individuelle Haut- und Gewebetypen anpassen.
Technologische Basis – DCL-Material und Pearl-Structure-Effect
Ivotion Dent Multi basiert auf einem hochvernetzten PMMA-basierten DCL-Material (Double Cross-Linked) mit einem dreischichtigen Aufbau (Schneide, Dentin, Hals). Der integrierte „Pearl Structure Effect“ erzeugt fließende Übergänge von Transparenz und Fluoreszenz, die einem natürlichen Zahn- und Zahnhalsverlauf entsprechen. Die standardisierten Discs besitzen einen Durchmesser von 98,5 mm und eine Scheibendicke von 20 mm, was sie mit gängigen offenen CAD/CAM-Frässystemen wie PrograMill kompatibel macht.
- Material: hochvernetztes DCL-PMMA
- Dreischichtaufbau: Schneide-, Dentin-, Halsbereich
- Pearl Structure Effect: stufenlose Farb- und Transparenzübergänge
- Scheibengröße: 98,5 mm Durchmesser, 20 mm Dicke (Standard für offene Fräsmaschinen)
Praktische Vorteile im digitalen CAD/CAM-Workflow
Die erweiterte Farbpalette und die materialtechnische Ausgestaltung bringen konkrete Vorteile für Labor und Praxis:
- Präzise, alters- und typspezifische Individualisierung von Total- und Teilprothesen
- Reduzierter manueller Charakterisierungsaufwand dank werkseitigem Farbverlauf
- Effiziente digitale Workflows bei 20 mm Scheibendicke – keine zusätzlichen Nachbearbeitungsschritte nötig
- Kompatibilität mit gängigen CAD/CAM-Frässystemen (z. b. PrograMill)
- Verbesserte Ästhetik durch natürliche Gingiva- und Zahnfarbabstimmung
Wirtschaftliche und technische Gegenüberlegungen
Trotz der klaren Vorteile gibt es auch Aspekte, die Laboratorien berücksichtigen müssen:
- Erhöhter Bevorratungs- und Lageraufwand: Die breitere Farbpalette bei 20-mm-Scheiben erhöht das gebundene Kapital für die Lagerhaltung verschiedener Rohlinge.
- Grenzen der digitalen Ästhetik bei extrem individuellen Gingivastrukturen: In stark atrophierten Kieferkämmen oder bei hochkomplexen ästhetischen Fällen kann zusätzliches manuelles Bemalen oder Schichten mit Spezialkunststoffen erforderlich sein.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Für welche Fertigungsverfahren ist die neue Gingivafarbe D verfügbar?
Die Gingivafarbe D steht sowohl für digitale Werkstoffe wie Ivotion und Ivotion Base als auch für etablierte analoge bzw. gießfähige Basiskunststoffe wie IvoBase Hybrid, IvoBase High Impact und ProBase Cold zur Verfügung. - Welche Scheibenmaße besitzen die Ivotion Dent Multi Rohlinge?
Die multichromatischen DCL-Scheiben haben einen Standarddurchmesser von 98,5 mm und eine Dicke von 20 mm, wodurch sie mit den gängigen CAD/CAM-Fräsmaschinen (wie PrograMill) kompatibel sind. - Warum ist der dreischichtige Aufbau bei Ivotion Dent Multi vorteilhaft?
Der Schichtaufbau aus Schneide-, Dentin- und Halsbereich im DCL-Material ahmt die natürliche Zahnhartsubstanz nach. Der „Pearl Structure Effect“ sorgt für stufenlose Farb- und Transparenzübergänge ohne zeitraubendes Nachkolorieren.
Fazit
Mit der Einführung der Gingivafarbe D und fünf neuer Zahnfarben erweitert Ivoclar sein Farbspektrum auf insgesamt 14 Nuancen. Die Kombination aus einem hochvernetzten DCL-Material, dem Pearl-Structure-Effect und standardisierten Scheibengrößen unterstützt einen effizienten, digitalen CAD/CAM-Workflow und reduziert den manuellen Nachbearbeitungsaufwand. Gleichzeitig erfordert die breitere Palette ein höheres Lagerkapital und kann bei besonders komplexen Gingivasituationen ergänzende manuelle Techniken nötig machen. Insgesamt stärkt die Portfolioerweiterung die Möglichkeit, natürliche, individuell abgestimmte Prothesen für ein breites Patientenspektrum zu fertigen – von jungen Erwachsenen bis zu älteren Patientinnen und Patienten, die gesättigtere Farbtöne benötigen.
Inhaltsverzeichnis

